Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Elling - Nicht ohne meine Mutter

Stinkstiefel statt Sonderling. Aber wahre Elling-Liebe hält das aus.

Stinkstiefel statt Sonderling. Aber wahre Elling-Liebe hält das aus.

MORS ELLING
Norwegen

Regie: Eva Isaksen
Mit: Per Christian Ellefsen,Grete Nordrå

- ab 0 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • che

Es ist der größte Kraftakt in der Geschichte des Tübinger Arsenal-Filmverleihs: Mit 80 Kopien und massiver Werbepower ging am Donnerstag „Elling – Nicht ohne meine Mutter“ an den deutschen Kinostart. Die Millioneninvestition (zumindest in alten Mark gerechnet) zielt auf einen ähnlichen Erfolg wie „Elling“ eins, der 2002 in Deutschland fast 500000 Zuschauer in die Kinos gelockt hat.

„Mors Elling“, so der norwegische Originaltitel, ist ein so genanntes Prequel, erzählt also die Vorgeschichte des ersten Teils: Der wieder von Per Christian Ellefsen gespielte Titelheld lebt in einer Osloer Wohnung bei seiner alten Mutter (Grete Nordrå), die rührend um das Wohlergehen ihres ausgewachsenen Bübchens besorgt ist, von seinen wirklichen psychischen Zustand aber keinen Schimmer zu haben scheint. Wie sonst könnte sie auf die Idee kommen, ihren Sohn, der sich kaum zum Einkaufen auf die Straße traut, mit einer gemeinsamen Flugreise nach Mallorca zu „überraschen“?

Uns Zuschauern fällt es derweil schwer zu glauben, dass es sich in beiden Filmen um ein und dieselbe Person handelt. Denn statt eines sympathisch kauzigen Sonderlings mit Sauerkraut-Faible erleben wir hier über weite Strecken einen unangenehm aufbrausenden Haustyrann und notorischen Quälgeist. Wer vom Fortgang der Handlung (also dem ersten Elling-Film) nichts weiß, würde diesem Ekelpaket eher einen Benimmlehrer als den Psychodoktor auf den Hals wünschen.

Ein Filmdrittel lang gelingt es der Regisseurin Eva Isaksen recht geschickt, diese Irritation in Spannung umzumünzen. Wer ist dieser Elling wirklich? Und warum lässt sich die Mutter so eselsgeduldig von diesem Stinkstiefel schikanieren? Doch sobald der Flieger nach Mallorca abhebt, verliert auch der Film den Boden unter den Füßen. Schneller als die beiden im Hotel sind, erreicht er das Niveau einer Familien-Fernsehserie mit groben Gags, aufgesetzter Melodramatik und einer ob ihrer immergleichen Ticks zunehmend nervenden Hauptfigur. Weil sich der zentrale Konflikt längst in Meeresluft aufgelöst hat, versucht sich die Regisseurin nun ersatzweise an einer Art Ballermann-Parodie. Unseren Elling hätte man dafür aber wirklich nicht missbrauchen müssen.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
10.06.2004

12:00 Uhr

DJ schrieb:

Langweilig



08.05.2004

12:00 Uhr

Ivi schrieb:

Sehr langatmig und langweilig.



Kino Suche im Bereich
nach Begriff
Anzeige