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Emotionale Rückkehr
Mit Standing Ovations feierten die Anhänger des VfB Stuttgart die Rückkehr von Angreifer Daniel Ginczek. Foto: imago sportfotodienst
VfB Stuttgart

Emotionale Rückkehr

Das 2:1 der Stuttgarter gegen 1860 München war wichtig, viele VfB-Fans fanden den Auftritt von Torjäger Ginczek aber noch bedeutender.

24.10.2016
  • MATTHIAS JEDELE

Stuttgart. Mit schnellem Schritt sprintete Daniel Ginczek am Spielfeldrand entlang, um dann an der Stuttgarter Ersatzbank seinen Trainingspulli gegen sein Trikot mit der Nummer 33 zu tauschen. Es lief die 82. Minute in der Zweitligapartie gegen die Münchner Löwen. Beim Stand von 2:1 für den VfB Stuttgart wurde der 25-jährige Angreifer, unter dem tosenden Applaus und Standing-Ovations von über 50 000 Zuschauern, nach langer Verletzungszeit von Cheftrainer Hannes Wolf eingewechselt. „Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass ich bei diesem knappen Spielstand reinkomme. Das zeigt auch das Vertrauen, welches das Trainerteam in mich hat“, sagte Daniel Ginczek nach seinem Kurzeinsatz und ergänzte: „Auch wenn es nur zehn Minuten waren, habe ich doch ganz schön gepumpt. Man kann noch so viel trainieren, wenn man bei einem Spiel auf dem Platz steht, ist es noch einmal etwas ganz Anderes. Ich bin richtig froh, wieder dabei zu sein. Es ist eine Wahnsinns-Geschichte.“

Nach überstandenem Kreuzbandriss im rechten Knie hatte der Vollblutstürmer den VfB Stuttgart mit seinen sechs Toren im Endspurt der Saison 2014/15 vor dem Abstieg gerettet. In der vergangenen Spielzeit wuchs Ginczeks Verletzungsliste weiter an. Erst setzte ihn ein Bandscheibenvorfall außer Gefecht, ehe er sich im Februar 2016 das Kreuzband des linken Knies riss. So musste er von der Tribüne aus mit ansehen, wie sein Verein den bitteren Gang in die zweite Liga antreten musste.

Dass der VfB Stuttgart viel Vertrauen in die Rückkehr des Angreifers hatte, zeigte auch die Tatsache, dass sein Vertrag noch in der Reha bis 2020 verlängert wurde. Am Mittwoch twitterte Ginczek: „Danke an alle, die mich dabei unterstützt haben! Ich bin einfach sprachlos. So ein langer Weg, und nun ist es endlich soweit.“

Cheftrainer Wolf war mit dem Ginczek-Comeback zufrieden: „Daniel hat in den vergangenen vier Wochen sehr gut trainiert. Nach Absprache mit allen Beteiligten haben wir dann festgelegt, ihn in den Spieltagskader zu berufen. Wir waren fest davon überzeugt, dass er uns auch bei einem knappen Spielstand helfen kann und wollten ihn nicht nur bringen, damit er sich seinen Comeback-Applaus abholen konnte.“

Nach dem 2:1-Erfolg über die Löwen gab es keine Pause. Am Samstag drehte Ginczek mit seinen Kollegen bereits wieder fleißig Runden um den Trainingsplatz. „Ich werde es ganz behutsam angehen. Mein Ziel bleibt es, bis Ende des Jahres voll da zu sein und in der Vorbereitung auf die Rückrunde richtig anzugreifen“, sagte der Angreifer.

Durch die Rückkehr von Ginczek hat VfB-Cheftrainer Hannes Wolf nun weitere taktische Möglichkeiten. So können die Schwaben offensiv nun mit einem, zwei oder gar drei Stürmern agieren. Mit Blick auf das Pokalspiel gegen Mönchengladbach am Dienstag und dem Derby in Karlsruhe am Sonntag macht das die Schwaben schwerer ausrechenbar.

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24.10.2016, 06:00 Uhr

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