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Will sich nicht auf die faule Haut legen

Empfinger wählen morgen ihren Bürgermeister

Eigentlich könnte er den lieben Gott einen guten Mann sein lassen, und täglich auf seinem geliebten Rad weite Touren fahren. Doch weit gefehlt. Trotz seines „hohen Alters“ von 60 Jahren tritt der Empfinger Bürgermeister Albert Schindler am Sonntag zu seiner vierten – definitiv letzten Wahl an.

25.09.2010
  • Reinhard Seidel

Empfingen. Im Gemeindeblatt hat Schindlers Stellvertreter Xaver Kleindienst im Namen des Gemeinderats einen Aufruf veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: „Demokratie lebt zu einem Großteil davon, dass sich die Bürger über ihre Stimmabgabe an den Entscheidungen beteiligen. Deshalb sollte das Wahlrecht eigentlich als Wahlpflicht verstanden werden“. Kleindienst, der auch Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses ist, stellt unmissverständlich klar: „Eine hohe Wahlbeteiligung zeigt dem gewählten Bewerber und dem Gemeinderat, dass sich die Bevölkerung für die gemeindlichen Belange interessiert. Dies ist sowohl für unseren künftigen Bürgermeister als auch für den Gemeinderat Antrieb und Motivation für die zukünftige Arbeit…“

Kindergarten und DSL in Wiesenstetten

Am gestrigen Freitag war die zweite Wahlveranstaltung in der Gaststätte „Krone“ in Wiesenstetten. Vor acht Jahren gab es noch eine dritte, speziell für junge Leute im Jugendclub. Laut Schindler nahmen gestern daran 20 Bürgerinnen und Bürger teil, die Runde war noch diskussionsfreudiger als die am Mittwoch in Empfingen. Schon während seines Vortrags, der natürlich stark an die Empfinger Ausführungen angelehnt war, jedoch auf spezielle Wiesenstetter Projekte Bezug nahm, sei rege miteinander gesprochen worden. „Es war eigentlich mehr eine Bürgerversammlung als eine Wahlveranstaltung“, meint Schindler.

Es war nicht überraschend, dass speziell zwei Themen den Wiesenstettern auf den Nägeln brennen: Die Zukunft des Kindergartens und die Anbindung des Ortsteils ans schnelle Internet.

Klares Ziel sei, den Kindergarten zu erhalten, machte der Bürgermeister deutlich. Die Zahl der Kinder sinkt zum 1. September 2011 auf 8 und bleibt auch zum Stichtag 2012 bei dieser Zahl. Die Gemeinde muss zur Betreuung stets zwei Erzieherinnen einsetzen. Deshalb werde überlegt, den Kindergarten nachmittags zu schließen, wo erfahrungsgemäß noch 60 Prozent den Kinder – das wären also fünf – anwesend sind. Dadurch h könnten 30 000 Euro eingespart werden. Auf jeden Fall, so Schindler, müsse der Gemeinderat noch bis zum Ende dieses Jahres eine verbindliche Aussage machen, auch im Sinne des Personals.

Übrigens: Am Dienstag, 5. Oktober sind die Eltern der Kindergartenkinder um 19 Uhr zu einem Gespräch über die Zukunft des Kindergartens ins Dorfgemeinschaftshaus (DGH) eingeladen.

Alexander Lacher forderte Schindler auf, die Gemeinde solle in der Frage des DSL-Anschlusses von Wiesenstetten mehr Druck machen. Immer wieder wird der Telekom vorgeworfen ihr (Leitungs-)Monopol auszunutzen. Schindler versprach, dass die Verwaltung weiterhin alles tun werden, damit die Wiesenstetter Bürger zu ihrem DSL kommen. Er stellte aber auch klar, dass dies nicht ganz einfach sei, verschiedene Faktoren spielten eine große Rolle. Darunter die des Zuschusses sowie die Wahl des Anbieters und der Art der Übertragung.

Wahllokale, Ergebnis und Freibier

Die Empfinger, Wiesenstetter und Dommelsberger Bürgerinnen und Bürger haben am morgigen Sonntag, 26. September, zwischen 8 und 18 Uhr die Möglichkeit zur Urne zu gehen. Wahllokale sind in Empfingen das Rathaus und das frühere Vereinsheim am Weiherplatz und in Wiesenstetten das Rathaus. Die Verwaltung geht davon aus, dass das Ergebnis gegen 18.45 Uhr vorliegt. Xaver Kleindienst, Vorsitzender des Wahlausschusses, wird es gegen 19 Uhr im Vereinsheim bekannt geben. Anschließend wird Freibier und Freisprudel ausgeschenkt. Der Musikverein wird aufspielen.

Das Wahlrecht sollte als Wahlpflicht verstanden werden.

Bürgermeister-Stellvertreter Xaver Kleindienst in

seinem Wahlaufruf.

Empfinger wählen morgen ihren Bürgermeister
Empfingens Bürgermeister Albert Schindler will sich nicht auf die faule Haut legen. Empfingen liegt ihm nach wie vor am Herzen. Die Aufnahme zeigt den Bürgermeister auf der Gemeindebank vor der Musikschule. Bild: Kuball

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25.09.2010, 12:00 Uhr

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