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Kommentar

Endlich Stille – nicht auszuhalten

Alles, wahrhaft alles habe ich schon erlebt in bald 26 Jahren als Mieter: Stadtbusse, die quer durch mein Zimmer zu fahren schienen. Den Innenstadtverkehr, der vor meinem Schlaf keinen Halt machte und mit quietschenden Pneus und donnernden Motoren nur Hohn für menschliche Ruhebedürfnisse übrig hatte. Oder den Nachbarn im Studentenwohnheim, der morgens um vier melodische Lieder zur Gitarre trällerte, worauf sämtliche Hunde im Umkreis von einem halben Kilometer heftig zu jaulen begannen. Die Hundertschaft beim Fest in der Etage über einer späteren Mansarde – mit dröhnend schallender Musik, bis der Putz von der Decke rieselte und die Balken sich unter dem Getrampel bogen.

21.06.2015

Ich habe den kranken Zeitgenossen ertragen, der im Nebenzimmer einer weiteren WG im Schlaf lauthals zu schreien begann. Ich habe in einem anderen Leben die Computerspiele ignoriert, die mit ihrem Wummern von nebenan bis zum Morgengrauen den nächsten Weltkrieg einläuteten. Oder war es nur ein Spielfilm? Ich habe gelacht über nächtliche Zechgelage, als fröhlich-trunkene Menschen der aufgehenden Son...

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