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Düsseldorf

Energiekonzern Eon rutscht tief in die Verlustzone

Der Energieriese Eon muss historische Verluste verkraften. Trotzdem will Vorstandschef Teyssen Kurs halten: Der Konzern wird aufgespalten.

12.11.2015
  • DPA

Düsseldorf Der Absturz der Börsen-Strompreise und das billige Öl haben den Energiekonzern Eon (Düsseldorf) tief in die roten Zahlen gedrückt. Allein im dritten Quartal häufte Deutschlands größter Versorger einen Rekordverlust von rund 7 Mrd. EUR an, so viel wie noch nie in der Geschichte des Unternehmens. Für die ersten neun Monate 2015 steht ein Fehlbetrag von knapp 5,7 Mrd. EUR in der Bilanz. Grund dafür seien hohe Wertberichtigungen vor allem auf die Gas- und Kohlekraftwerke sowie auf Öl- und Gasförderprojekte.

Trotz der enormen Buchverluste will Eon die Endverbraucher-Preise zunächst nicht erhöhen. "Wir halten die Strompreise über den Jahreswechsel hinaus stabil", sagte Finanzchef Michael Sen in einer Telefonkonferenz. Eon hat in Deutschland etwa 6 Mio. Stromkunden. Auf Nachfrage kündigte auch der Konkurrent RWE an, den Strom- und Gaspreis in der Grundversorgung 2016 vorerst nicht anzuheben.

Der Konzern will seinen Aktionären für das laufende Geschäftsjahr weiter 50 Cent Dividende zahlen. Dies sei ein klares Signal der Stärke und Kraft an die Eigentümer, sagte Sen. Eon hält an seiner Aufspaltung in einen "grünen" Hauptkonzern und in die Kraftwerkssparte Uniper fest. Die Trennung gehe nun auf die Zielgerade: "Das sind zwei Energiewelten. Beide Unternehmen sind besser aufgestellt, wenn sie unabhängig agieren." Eon habe zur Aufspaltung keinen "Plan B".

Laut Vorstandschef Johannes Teyssen ist die Aufteilung der knapp 57 000 Eon-Mitarbeiter auf die beiden Firmen fast abgeschlossen. Uniper soll Anfang 2016 an den Start gehen. Im Juni muss die Hauptversammlung der Aufspaltung noch zustimmen. Zuletzt hatte Eon allerdings einen empfindlichen Rückschlag einstecken müssen: Das Atomgeschäft wird auf politischen Druck nicht zu Uniper verlagert, sondern bleibt bei Eon selbst.

Energiekonzern Eon rutscht tief in die Verlustzone
Eon-Chef Johannes Teyssen treibt den Konzernumbau voran. Foto: dpa

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12.11.2015, 12:00 Uhr

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