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Energiewende ist Chance für Arbeitsmarkt
56 500 Jobs hängen an der Energiewende. Foto: dpa
Studie

Energiewende ist Chance für Arbeitsmarkt

Der Südwesten könnte dank Innovationen profitieren. Der DGB warnt vor Folgen kleinteiliger Firmenstrukturen.

29.11.2016
  • ANDREAS BÖHME

Stuttgart. Die Energiewende hat das Potential für eine Belebung des Arbeitsmarktes, sagt eine Studie des DGB. Noch kann Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller allerdings nur darauf hoffen, denn die jüngsten greifbaren Zahlen sagen das Gegenteil.

Mindestens jeder 100. Arbeitsplatz und damit 56 500 Jobs im Südwesten hängen an der Energiewende, besagt eine Studie des Umweltministeriums, die zusammen mit dem Gewerkschaftsbund erstellt wurde. Danach arbeiten derzeit mehr als 37 000 Menschen am Ausbau der erneuerbaren Energien und weitere 16 000 an der energetischen Sanierung von Gebäuden. Dazu kommen 3000 Beschäftigte, die ihren Job weiteren Effizenzmaßnahmen, beispielsweise in Unternehmen, verdanken sowie 600 Personen im Netzausbau. Die Zahlen sind aber nur ein grober Überblick: Verrechnet wurden nur Jobs, die über KfW-Darlehen staatlich geförderte Maßnahmen umsetzen.

Selbst wenn man Arbeiten dazurechnet, die privat beauftragt werden, ist das Potential noch nicht ausgeschöpft, so Untersteller. Die letzte verfügbare Statistik verbucht sogar einen Rückgang der Beschäftigung zwischen 2013 und 2014 um insgesamt 4000 Jobs. Der Grund, so die Autoren der Studie, sei im Abschwung der Photovoltaik zu suchen. Wie viele Jobs darüber hinaus in der „alten“ Energiewelt von Kohle und Atom verloren gingen, ist nicht belegt. Aber der staatliche Energiekonzern ENBW baut seit Jahren Hunderte von Stellen ab. Mittel- bis langfristig sei der Einfluss auf den Arbeitsmarkt aber positiv. Baden-Württemberg stehe in einer „hervorragenden Ausgangsposition als Land der Forschung, der technischen Innovationen und des Exports“, so Untersteller.

Laut DGB-Chef Nikolaus Landgraf müssen sich die Gewerkschaften kümmern: In den neuen, kleinteiligen Unternehmensstrukturen wie bei der Wartung von Anlagen sind zumeist weder Entgelte noch Arbeitsbedingungen so geregelt, wie man das von den großen Energieunternehmen kennt. Betriebsräte und Gewerkschaftsmitglieder seien die Ausnahme. Andreas Böhme

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29.11.2016, 06:00 Uhr

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