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Kommentar · VW

Entscheidender Moment

22.04.2016
  • THOMAS VEITINGER

Nicht nur im Leben von Menschen gibt es entscheidende Momente, die die Zukunft bestimmen. Auch im Leben eines Unternehmen gibt es solche. Für Volkswagen war gestern ein wichtiger Tag. Hätte der als "harter Hund" gefürchtete US-Richter Charles Breyer die Stahlbürste gezückt - die Zukunft der Wolfsburger hätte anders ausgesehen. So aber dürfte der mitten in seiner größten Krise steckende Konzern - um im Bild zu bleiben - in Amerika mit einer Holzwurzelbürsten-Behandlung davon kommen.

Zwar kostet auch die jetzige Lösung Milliarden. Doch die drohenden Sammelklagen der US-Kunden dürften vom Tisch sein. Die Autobesitzer werden sich über das großzügige Angebot freuen. Für VW ist dies beim Aufpolieren des ramponierten Rufs der Marke wichtig.

Dabei dürfte eine weitere Entwicklung helfen: Immer mehr Autohersteller geben zu, die Abgaseinrichtungen ihrer Autos zu drosseln und abzuschalten. Volkswagen hat betrogen, das ist schlimmer. Aber sie sind nicht die einzigen Bösen.

Vermutlich lässt sich die Übereinkunft allerdings nicht auf Deutschland übertragen. Hierzulande dürften Kunden weniger kulant behandelt werden. Aber in Europa ist die Gefahr von teuren Prozessen kleiner. Die Affäre ist noch lange nicht ausgestanden.

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22.04.2016, 06:00 Uhr

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