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Kommentar zum neuen ZF-Chef

Er gibt, fordert aber auch ein

Das hätte auch schief gehen können. Ein überlasteter Chef, der zentralisiert, Potenziale nicht erkennt, das Unternehmen mal hierhin, mal dorthin wirft, eine eigene Duftmarke setzt, die vor allem nach altem Autoritätsstil riecht.

23.03.2018

Von THOMAS VEITINGER

Doch Wolf-Henning Scheider hinterlässt einen ganz anderen Eindruck. Der Nachfolger von Stefan Sommer – der Ende vergangenen Jahres im Streit mit kommunalen Anteilseignern gehen musste – agiert ruhig und mit Bedacht. Zunächst sammelt er Informationen, besucht in- und ausländische Standorte, macht sich ein Bild der Stärken und sicherlich auch Schwächen des Konzerns.

Der Branchenkenner misstraut dabei Studien-Ergebnissen und möchte offen bleiben für Techniken und Entwicklungen. Allzeit bereit und breit aufgestellt könnte sein Credo sein.

Der Segler, Skifahrer und Liebhaber alter Autos will Mitarbeitern mehr Freiheiten lassen, gleichzeitig aber seinen Fuß aufs Gaspedal pressen und das Stiftungsunternehmen fit für Zukunftsthemen machen. Deshalb darf man sich aber auch nicht täuschen: Scheider gibt, fordert aber auch ein.

Vorteil einer Stiftung ist seiner Meinung nach, dass mehr Geld im Konzern bleibt und man sich nicht so sehr nach dem Kapitalmarkt richten muss. Ein Nachteil, dass der notwendige Druck eben jenes Kapitalmarktes fehlt. Diesen Part dürfte Scheider übernehmen.

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Erstellt:
23. März 2018, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. März 2018, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. März 2018, 06:00 Uhr

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