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Nächste Generation will Verantwortung

Erbschaftsteuer für Nachfolge entscheidend

Die nächste Generation in Familienunternehmen will Verantwortung übernehmen und nicht nur beteiligt sein. Wichtig ist das Thema Erbschaftsteuer.

05.11.2015
  • DIETER KELLER

Berlin Wer ein Familienunternehmen an die nächste Generation weitergeben will, hat mehr Zeit für die Überlegung, ob er dies noch vor der Reform der Erbschaftsteuer tun möchte: Diese wird nicht, wie geplant, noch in diesem Jahr von Bundestag und Bundesrat verabschiedet, sondern erst im nächsten. Es habe zu viele Einwände gegen den vorliegenden Gesetzentwurf gegeben, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten aus Künzelsau bei der Stiftung Familienunternehmen in Berlin. Zwar wolle die Mehrheit der Bundesländer deutlich höhere Steuereinnahmen. Aber er sei optimistisch, dass wegen der Erbschaftsteuer kein Unternehmen verkauft werden müsse.

Für die Nachfolger-Generation ist das ein wichtiges Thema: Zwei Drittel nennen die Verschonung des Betriebsvermögens von der Erbschaftsteuer als Voraussetzung dafür, dass die nächste Generation den Betrieb fortführt. Das ergab eine Befragung von 315 Söhnen und Töchtern aus Unternehmerfamilien im Alter zwischen 16 und 40 Jahren durch die Zeppelin Universität in Friedrichshafen. Sie ist allerdings nicht repräsentativ, schon weil es keine zentrale Datenbank aller Mittelständler gibt, aus der nach dem Zufallsprinzip Befragte ausgewählt werden könnten.

Zumindest Tendenzen lassen sich aber ablesen. So wollen drei Viertel der Befragten nicht nur Gesellschafter im elterlichen Unternehmen sein, sondern auch operative Führungsverantwortung übernehmen. Für viele wäre es daneben eine Alternative, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Noch mehr können sich die Zusammenarbeit mit familienfremden Geschäftsführern vorstellen. Speziell bei größeren Familienunternehmen laufe die Nachfolge deutlich professioneller ab als bei vorangegangenen Generationswechseln, schließt der Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, Stefan Heidbreder, aus der Studie.

Der Druck, die Nachfolge zu übernehmen, ist groß: Die meisten befragten Jungen sagten, dass ihre Eltern dies erwarten würden. Darauf vorbereitet haben sie sich häufig durch einen Berufsstart in einem anderen Unternehmen oder gar einer anderen Branche. Den Generationswechsel nutzen sie meist dazu, die Firma gründlich umzukrempeln und neu aufzustellen.

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05.11.2015, 12:00 Uhr

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