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Umbau des Narrenheims bleibt größtes Projekt der „Bettschoner“

Erfolgreiche Fasnet und Aktivitäten / Häsgebühr wird eingeführt / Kasse zeigt leichtes Minus

Der Narrenverein „Bettschoner“ konnte am Samstag bei seiner Hauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück blicken. Der erfolgreichen Fasnet und verschiedenen weiteren Aktivitäten stehen eine solide finanzielle Bilanz und der derzeitige Umbau des Narrenheims gegenüber. Der Blick richtet sich auch schon auf das 90-jährige Bestehen im Jahr 2020.

23.11.2015
  • HERMANN NESCH

Weitingen. Den Reigen der Berichte mit einem detaillierten Rückblick eröffnete Schriftführer Jörg Raible. Höhepunkte waren vom Showtanzabend bis zum Zunftball die gut besuchten Veranstaltungen in der Narrenhalle und der eigene große Umzug mit dem anschließenden Fasnettreiben im ganzen Flecken am Fasnetssonntag. Hinzu kamen weitere Aktivitäten wie die Anlegung eines neuen Barfußparcours auf dem Waldspielplatz im Rahmen des Ferienprogramms und das jährliche Schlachtfest. Weiter habe sich der Narrenverein aktiv beim Gemeinde- und beim Feuerwehrjubiläum eingebracht.

In ihrem Kassenbericht musste Kassiererin Christin Teufel einen Minus in der Kasse vermelden. Grund waren Anschaffungen und unter anderem – trotz guten Besuchs – geringere Erlöse aus den Veranstaltungen. Das Ergebnis könne sich aber immer noch sehen lassen und die Kasse weise weiterhin ein ausreichendes Polster auf. Zufrieden zeigten sich anschließend auch die einzelnen Gruppenführer. Den Reigen eröffnete Sabine Schwab für die derzeit 47 „Bettschoner“, darunter 32 Kinder und Jugendliche. Letztere hätten mit einem „Flashmob“ und einem „Bettschoner“-Tanz die Veranstaltungen bereichert. Laut Frank Katz zählen die Jaunerschecken als zahlenmäßig größte Gruppe einschließlich von zehn Neuzugängen knapp 70 Mitglieder.

Der neue Hexenmeister Achim Wuchter, der nach 15 Jahren die Nachfolge von Michael Scheurer angetreten hat, nannte den erfolgreichen Hexenball als Höhepunkt. Außerdem seien die Urnburghexen jährlich auch für die Straßendekoration verantwortlich. Die Gruppe besteht zurzeit aus 41 Mitgliedern, davon 28 Aktive und 13 AH-Hexen. Einen Führungswechsel gab es auch bei den „Blotzern“. Ingo Flaig löste Sabine Schmidt ab, die sich im Mutterschutz befindet. Die Gruppe setzt sich aus 22 Aktiven, drei Passiven und vier Kindern zusammen.

Susanne Schmitt berichtete für den Narrenrat. Für den ausscheidenden Dieter Christ rückt Adrian Schneider nach. Für die neue Tanzgarde, die schon dieses Jahr ihre ersten erfolgreichen Auftritte hinter sich hat, teilte Marina Schneider mit, dass die acht Mädchen bereits je einen neuen Marsch- und Showtanz einüben. Bei den 13 Kanonieren, erklärte Ewald Schwab, stehen nach zwei Ab- und drei Neuzugängen 16 Mann für weitere „erfolgreiche Feldzüge“ bereit. Nicht von ungefähr konnte Narrenpräsident Pascal Schmitt in seinem Bericht das Fazit ziehen: „Ich bin mit dem abgelaufenen Jahr sehr zufrieden.“ Die Kasse sei stabil, lasse aber zurzeit keine großen Sprünge zu. Mit dringend notwendigen Investitionen wie Anschaffungen und Reparaturen sei man schnell am Ende der Möglichkeiten, und viele Wünsche aus den Gruppen müssten hintenan gestellt werden.

Gut im Plan sei man mit dem derzeitigen Umbau des Narrenheims. Bisher seien über 250 Arbeitsstunden geleistet worden und die Finanzierung sei gesichert.

Ortsvorsteher Roland Raible bedankte sich für die Pflege des Waldspielplatzes mit dem Anlegen des Barfußparcours und namentlich bei Oliver Kalbacher für das regelmäßige Mähen. Der Ersatz für das ausgediente Hängekarussell musste aus Kostengründen auf 2016 verschoben werden. Hier hoffe er beim Aufstellen auf Unterstützung. Aus dem Jugendfonds des Ortschaftsrats kündigte Raible noch 250 Euro für die Jugendarbeit an.

Narrenpräsident Pascal Schmitt ging auch auf eine Klausur ein, bei der man auch die Strukturen des Vereins auf den Prüfstand gestellt habe, auch was die Verteilung und Leistung von Aufgaben anbelangt. Fazit: Sie seien quer durch die Gruppen „gerecht verteilt“. Allerdings müsse man zur Deckung der Unkosten für das Narrenhäs eine Häsgebühr einführen. Ein umfangreiches Thema, das kontrovers diskutiert wurde. Am Ende stimmte die überwiegende Mehrheit der Versammlung dem Vorschlag des Ausschusses zu. Für die Jaunerschecken, Blotzer und Kanoniere, für die Tanzgarde und den Narrenrat werden künftig 25 Euro sowie für die Hexen und Langen Männer 10 Euro anfallen. Für die Bettschoner nur 5 Euro verlangt, die Deckungslücke zur Stützung der Hauptfigur wird dabei der Verein schließen. Mit großer Mehrheit und ausführlicher Diskussion wurde auch beschlossen, dass sich der Narrenverein um die Ausrichtung des Ringtreffens 2020 bewirbt, in dem die „Bettschoner“ ihr 90-jähriges Bestehen feiern.

Erfolgreiche Fasnet und Aktivitäten / Häsgebühr wird eingeführt / Kasse zeigt leichtes Minus
Die Bettschoner durften bei ihrer Hauptversammlung eine ganze Riege verdienter Mitglieder ehren (siehe Infokasten). Bild: hn

Wahlen: Auf zwei Jahre wiedergewählt wurden Vize-Vorsitzende Benedikta Teufel und Schriftführer Jörg Raible. Bestätigt wurde auch Kassiererin Christin Teufel. Auch die Ausschussmitglieder Julia Raible, Michael Scheurer und Jan Schmid wurden erneut bestätigt. Für den ausscheidenden Dieter Christ rückte Kevin Schwab in das Gremium nach. Christ verlässt nach 14 Jahren auch den Narrenrat. Seinen Platz nimmt künftig Adrian Schneider ein.
Ehrungen: Mit dem Bettschoner-Orden für zehnjährige Aktivenzeit wurden Holger Fleischmann und Elke Schmid (Jaunerschecken), Claudia Müßigmann (Bettschoner), Jürgen Reiner (Urnburghexen) sowie Holger Schroth (Bettträger) bedacht. Mit dem Bettschoner-Ehrenorden für 20-jährige Aktivenzeit ausgezeichnet wurden Andreas Bernhard und Ariane Pakai (derzeit Narrenrat), Holger Kalbacher und Adrian Schneider (Urnburghexen) sowie Dietmar Schweizer (Kanonier). Den Ehrenorden für 30-jährige Mitgliedschaft, darunter 10 aktiv Jahre, erhielten Evelyn Provenza und Dorothea Wolf.

Ehrenmitglieder: Eine besondere Auszeichnung habe es für zwei langjährige Aktive: Helene Raible, langjährige Häswartin und Narrenheimpflegerin, und Eduard Straub, 28 Jahre Narrenrat und 21 Jahre Veranstaltungsleiter, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

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23.11.2015, 12:00 Uhr

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