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Über 18 000 Konserven abgezapft

Ergenzinger DRK feiert seinen 100. Blutspendetermin

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes lädt am kommenden Donnerstag, 13. Dezember, wieder zur Blutspende in die DRK-Rettungswache Ergenzingen ein. Es ist der bereits 100. Spendentermin, den die Ergenzinger Rotkreuzler durchführen.

08.12.2012
  • Karl Ruoff

Ergenzingen. Um Schwerkranken oder Verletzten durch Blutspenden das Leben zu retten, braucht es keine herausragenden Fähigkeiten, sondern nur guten Willen und eine Stunde Zeit. Am kommenden Donnerstag ist in Ergenzingen dazu wieder Gelegenheit. Für den Ergenzinger DRK-Ortsverein ist das Datum mit einem Jubiläum verbunden: Es ist der 100. Blutspendetermin, den er für den Blutspendendienst des DRK durchführt.

Seit 1959 gibt es in Ergenzingen Blutspendetermine, dabei wurden bei 99 Aktionen 18 002 Blutkonserven abgenommen, also immerhin 9000 Liter des kostbaren Lebenssaftes. Der 1954 von Dr. Hans Schmolze und Edmund Wagner ins Leben gerufene DRK-Spross war damals ein Zentrum für das Rot-Kreuz-Wesen im Kreis Horb und wirkte im ganzen Umkreis im Gäu. Gründervater Schmolze und Karl Renz, der den Vorsitz 1957 übernahm, gaben den Anstoß zu den Blutspende-Aktionen.

Unterbrechung wegen Gelbsucht

In den ersten Jahren gab es nur einmal jährlich einen Spendentermin, meistens im Januar oder Februar. Im Laufe der Zeit stieg die Frequenz, und seit einigen Jahren sind es drei Termine pro Jahr. Von 1963 und 1972 allerdings waren die Spendentermine unterbrochen – damals traten in Ergenzingen mehrere Fälle von Gelbsucht auf.

Nachdem in den Anfangsjahren die Bereitschaftsräume des Ergenzinger DRK-Ortsvereins, zunächst in einem Haus an der Kreuzung Stuttgarter Straße / Gosbertstraße und später im gemeindeeigenen Gebäude in der heutigen Edelmannstraße, für die Spendenaktionen nicht ausreichten, wurde zunächst der Pfarrgemeindesaal der katholischen Kirchengemeinde (heute Adolph-Kolping-Saal) genutzt. Ab 1961 standen Räume in der Grundschule zur Verfügung, und 1980 zog das DRK in seine eigene Rettungswache im Brunnentalweg, wo genügend Platz vorhanden ist. In der Regel kommen um die 180 Spendenwillige zu den Terminen, es waren bisweilen aber auch weit über 200.

Schon seit etlichen Jahren wird bei den Blutspende-Aktionen auch für die Möglichkeit einer Knochenmarkspender-Typisierung geworben. Auch diese Aktivität des DRK Ergenzingen war ein Erfolg, denn es konnten schon etliche Stammzellenspender bei den Blutspende-Aktionen gefunden werden. Dies nicht zuletzt deshalb, weil Ursula Eisele schon einige Jahre unermüdlich Spenden für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) sammelt und so eine solide finanzielle Grundlage für diesen Zweck geschaffen hat.

Zu den Spenden kommen meistens eine ganze Reihe von Mehrfachblutspendern, wie sich kürzlich bei einer Ehrung zeigte. Da gibt es nicht wenige Menschen, die es auf 75- und 50-maliges Spenden bringen, wie etwa Roland Schneider und Bernhard Bader. Gerade diese Mehrfachspender seien es, die den Grundbedarf sicherten und gewährleisteten, sagt der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Gunther Schäfer.

Die Jubiläums-Spendenaktion am Donnerstag wird zunächst so verlaufen wie die vorhergehenden: Am Vorabend bauen Helfer und Helferinnen im Saal die Einrichtung auf, auch wird das Essen vorbereitet. Bei der Spendenaktion selbst werden dann die zehn angereisten Fachkräfte des Blutspendedienstes, darunter vier Ärzte, von rund 25 Helfer(inne)n des Ortsvereins unterstützt. Nach der Anmeldung und Untersuchung durch die Ärzte nehmen sie das Blut ab.

Das Essen zur Stärkung sorgt für Beliebtheit

Der Vorsitzende Gunther Schäfer, der für die Termine in Ergenzingen verantwortlich, rechnet auch diesmal wieder mit fast 200 vollen Beuteln. Die Ergenzinger DRKler, sagt er, seien jedes Mal „voll motiviert“. Was die Ergenzinger Spendetermine nicht zuletzt so beliebt macht, ist das Speiseangebot nach der Spende. Auch diesmal wird das Büfett von Fachkräften des DRK zubereitet und mit Vorspeise, Hauptgericht und Beilagen reichlich ausgestattet. Vegetarier kommen dabei ebenso auf ihre Kosten wie Moslems. Für letztere gibt es auf der Karte auch etwas ohne Schweinefleisch.

Im Anschluss an den Blutspendetermin ist am Donnerstagabend eine kleine Jubiläumsfeier geplant, an der auch Ortsvorsteher Hans Beser und Verwaltungsstellenleiter Lutz Strobel teilnehmen werden. Der Ortsvorsteher wird Ursula Eisele bei diesem Anlass eine Spende für die Knochenmarktypisierung überreichen.

Info Die Spendenaktion ist am Donnerstag, 13. Dezember, von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der DRK-Rettungswache Ergenzingen im Brunnentalweg 7.

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08.12.2012, 12:00 Uhr

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