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Erleichterung bei der TSG
Viele Männer und ein Ball: Sebastian Knoll (Mitte) von der TSG im Kung-Fu-Fighting gegen Nagolds Fabian Mücke. Bild: Ulmer
Fußball-Landesliga

Erleichterung bei der TSG

Nach drei sieglosen Spielen schlagen die Tübinger den VfL Nagold im Landesliga-Spitzenduell mit 2:1 – trotz Gegentor nach 55 Sekunden.

16.10.2016
  • Fabian Renz

Die Spieler hüpfen im Kreis, und singen „Alleez TSG“, Spielführer Daniel Gottschalk zieht los und besorgt eine Kiste Radler – die Freude über den Sieg war den Tübinger Landesligakickern gestern nach dem Schlusspfiff anzusehen. „Die Erleichterung ist groß“, gab Trainer Michael Frick zu. „Nach den letzten drei Spielen war dieser Sieg besonders wichtig für uns.“ Da gab es zwei Niederlagen und ein Unentschieden, die Tabellenführung ging an den FC Holzhausen verloren.

Nun kam mit dem VfL Nagold eine harte Nuss, eine junge, spielerisch starke Mannschaft, die zwei gegentorlose Siege im Rücken hatte. Motiviert und konzentriert traten die Nagolder gestern vor 150 Zuschauern von Beginn an auf – und machten nach 55 Sekunden das erste Tor. Daniel Atis kämpfte sich über 40 Meter durch und schob den Ball am TSG-Torwart Stefan Baumann vorbei in die Maschen.

Tübingen erholte sich von diesem Rüchschlag schnell, übernahm quasi sofort die Kontrolle über das Spiel und erarbeitete sich einige gute Chancen. Bei der größten knallte ein Schuss von David Fridrich an den Pfosten (5.). VfL-Coach Thomas Schwarz zeigte sich entsprechend verärgert: „Nach der Führung haben wir die falschen Signale gesetzt, uns zu weit zurückfallen lassen.“ Das habe den Tübingern die Möglichkeit eröffnet, gefährliche Pässe in die Tiefe zu spielen.

Der Ausgleich nach einer halben Stunde entstand dann aber aus einer Standardsituation. TSG-Kapitän Gottschalk zog einen Freistoß von der rechten Strafraumgrenze scharf vors Tor, Nagolds Keeper Stefan Lohrer segelte am Ball vorbei – und Sebastian Knoll schob mit rechts ein (33.).

Kurz vor der Halbzeitpause fiel dann sogar noch der Führungstreffer: Jonas Frey ackerte sich förmlich durch den Strafraum, spielte den Ball mit dem Fuß, dem Oberschenkel und dem Kopf und behielt in irgendwie solange in seinem Besitz, bis er ihn ins Nagolder Gehäuse schieben konnte (42.). VfL-Torwart Lohrer war noch dran und sah auch bei diesem Treffer nicht gerade glücklich aus.

Bei ungewohnt warmen Temperaturen verlor die Partie in der zweiten Hälfte viel von ihrer Qualität, die Pässe auf beiden Seiten wurden ungenauer, die Torgelegenheiten zufälliger. Mal war Nagold dem Ausgleich nahe (53., 75.), mal die TSG dem 3:1 (47., 80.). Selbst in der letzten Minute der regulären Spielzeit war auf beiden Seiten noch was drin: Bei Nagold scheiterte Kapitän Matthias Rebmann am Torwart, bei den Tübingern verfehlte der eingewechselte Tobias Dierberger freistehend das leere Tor. So blieb es beim knappen Tübinger Sieg. Und der Jubel konnte losbrechen. Nächsten Sonntag muss die TSG zum Tabellenfünften Böblingen: noch so ein wichtiges Spitzenspiel.

TSG Tübingen: Baumann; Fridrich, Fetzer (85. Glück), Knoll, Bischoff, Gottschalk (72. Zenner), Binder, Braun, Dörre (82. Quaas), Heinzler, Frey (79. Dierberger).

Fair, fairer – zu fair?

Ein Spitzenspiel war die Partie auch, wenn man sich die Fairplay-Tabelle anschaut: Beide Teams stehen hier ganz weit oben, der VfL Nagold ist gar Tabellenführer. Die beiden Trainer klagten gestern über fast schon zu viel Fairness bei ihren Kickern: „Beim 1:0 waren wir zu fair, da muss jemand den Gegner stoppen“, befand TSG-Trainer Michael Frick. Nagolds Daniel Atis war vorm Führungstor an mehreren Tübingern vorbeimarschiert. VfL-Coach Thomas Schwarz argumentierte fast wortgleich: „Unsere Fairness ist nicht immer von Vorteil. Vorm 2:1 muss einer von uns grätschen und den Ball übers Hallendach flexen.“ Die jungen Spieler heute wollten aber alles „spielerisch lösen“.

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16.10.2016, 21:50 Uhr

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