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Anschlag

Ermittler nehmen möglichen Kontaktmann Amris fest

Hatte der mutmaßliche Attentäter von Berlin Helfer? Der Verdacht besteht. Zur Flucht kommen immer mehr Details ans Licht.

29.12.2016
  • DPA/AFP

Berlin. Neun Tage nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt hat die Polizei einen Kontaktmann des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri festgenommen. Bei ihm handelt es sich um einen 40-jährigen Tunesier aus Berlin, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte.

Im Mobiltelefon Amris, das am Tatort gefunden wurde, war die Nummer des Festgenommenen gespeichert gewesen. Die Ermittlungen deuteten darauf hin, dass er in den Anschlag eingebunden gewesen sein könnte. Heute wird entschieden, ob ein Haftbefehl beantragt wird.

Amri soll bei dem Anschlag mit einem Lkw auf einem Berliner Weihnachtsmarkt am 19. Dezember zwölf Menschen getötet haben. Noch immer befinden sich 20 Verletzte in Kliniken. Nach Medienangaben brachte ein automatisches Bremssystem, das auf einen Aufprall reagiert, die Zugmaschine zum Stehen. „Focus Online“ berichtet, der Tunesier habe noch zehn Minuten vor dem Anschlag über sein Handy Sprachnachrichten und Fotos verschickt. Demnach könnten neben dem bereits festgenommenen Mann weitere Islamisten in Berlin und im Ruhrgebiet in die Attentatspläne eingeweiht gewesen sein. Amri soll gut vernetzt gewesen sein. Er hatte dort ein Dutzend Moscheen besucht.

Auf seiner Flucht reiste Amri nach dem Anschlag offenbar auch durch die Niederlande. Der Tunesier sei in der Nacht zum 22. Dezember von der niederländischen Stadt Nimwegen mit einem Fernbus ins ostfranzösische Lyon gefahren. Nimwegen liegt nahe der Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Wie Amri dorthin gelangte, ist unklar.

Der Bus fuhr zum Bahnhof Lyon-Part-Dieu, wo Amri von einer Kamera gefilmt wurde. Von dort aus fuhr der 24-Jährige mit dem Zug ins französische Chambéry und dann nach Italien. Er wurde schließlich bei einer Polizeikontrolle in Mailand erschossen.

Der polnische Lkw-Fahrer, der erschossen auf dem Beifahrersitz gefunden worden war, wird morgen bei Stettin beigesetzt. afp/dpa

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29.12.2016, 06:00 Uhr

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