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Bodelshausen

Ermittlungen nach Hundebissen

Nach der Beiß-Attacke in Bodelshausen ermittelt die Polizei wegen Körperverletzung. Die Organisation „Peta“ fordert einen Hundeführerschein.

04.04.2017
  • mosi

Am vergangenen Freitag ist in der Bodelshäuser Bahnhofstraße eine Frau von zwei Hunden angefallen worden (wir berichteten). Die 58-Jährige war auf einem öffentlichen Fußweg unterwegs, als die beiden Rottweiler durch ein Gebüsch auf sie zustürzten. Das Grundstück, auf dem sich die Tiere aufhielten, soll die Frau nicht betreten haben, teilte Polizeisprecher Josef Hönes gestern dem TAGBLATT mit.

Die beiden Hunde gehören zwei unterschiedlichen Personen, gegen die die Polizei nun wegen Körperverletzung ermittelt. Einbezogen ist auch die Hundeführerstaffel. Geklärt werden soll unter anderem, ob die Besitzer ihre Tiere angemessen halten. Nach Auskunft der Polizei begrenzt das Grundstück etwa kein Zaun. Als die beiden Hunde die Frau attackierten, hielten sich die Besitzer mit diesen im Garten auf. Beim Angriff sei sie „erheblich verletzt worden“, sagt Hönes. Sie erlitt schwere Bisswunden an Armen, Beinen und am Gesäß.

Peta: Ursachen bei Besitzern

Die Tierschutzorganisation Peta fordert auf den Fall hin einen „Hundeführerschein“ für Baden-Württemberg. Ein solcher Nachweis könne sicherstellen, dass Hundehalter sachkundig mit ihrem Tier umgehen und die Signale ihres Vierbeiners richtig deuten, heißt es in einer Pressemitteilung: „Eine funktionierende Kommunikation zwischen Hund und Halter ist unerlässlich, um Beißvorfälle zu verhindern.“ Die Ursachen für Angriffe wie am Freitag in Bodelshausen seien bei den Besitzern zu suchen, nicht beim Tier, sagt Dörte Röhl, Tierärztin bei der Organisation, und weiter: „Die Hunde hätten ausreichend gesichert werden müssen und gar nicht in die Nähe der Besucherin gelangen dürfen, da offenbar eine ernst zu nehmende Gefahr von ihnen ausging.“

Sinn des so genannten Hundeführerscheins ist es, dass künftige Halter vor der Aufnahme eines Hundes das notwendige Wissen über eine tiergerechte Haltung erwerben. Ein Praxisseminar für Hund und Herrchen soll sich anschließen. Einen solchen Nachweis gibt es in Niedersachsen schon seit 2013. Wer etwa in München einen Hundeführerschein vorlegt, ist ein Jahr lang von der Hundesteuer befreit, in Mannheim zwei Jahre.

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04.04.2017, 06:20 Uhr

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