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Lügde

Ermittlungspanne in Missbrauchsfall

Nachdem Beweise verschwunden sind, muss ein leitender Beamter gehen.

23.02.2019

Von DPA/afp

Detmold. . Im Skandal um die bei der Polizei verschwundenen Beweismittel im Missbrauchsfall Lügde hat es erste personelle Konsequenzen gegeben. Der Landrat des Kreises Lippe und Behördenleiter der Polizei, Axel Lehmann (SPD), teilte mit, er habe den Leiter der Direktion Kriminalität in der Behörde „von der weiteren Wahrnehmung seiner Aufgabe entbunden“. Zugleich entschuldigte sich Lehmann bei den Betroffenen des Missbrauchsfalls für die offenkundigen Ermittlungspannen bei der Polizei.

„Dass gravierende Fehler gemacht worden sind, ist unstreitig“, sagte der Landrat mit Blick auf die 155 verschwundenen Datenträger. Welche Fehler gemacht worden seien, werde nun „komplett aufgeklärt“. Lehmann sprach in diesem Zusammenhang von einer „eklatanten Fehlleistung“ bei der Polizei Lippe, die ihn „fassungslos“ mache.

Das Verschwinden von 155 Datenträgern bei der Kreispolizei Lippe war am Donnerstag bekannt geworden. Die Staatsanwaltschaft Detmold erklärte dazu, bis zum jetzigen Zeitpunkt gehe die Behörde „davon aus, dass die Asservate aufgrund nachlässigen Umgangs nicht auffindbar sind und nicht entwendet wurden“.

Die Missbrauchsserie von Lügde war am 30. Januar bekannt geworden. Nach jetzigem Stand wurden auf dem dortigen Campingplatz über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren mindestens 31 Kinder missbraucht.

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Erstellt:
23. Februar 2019, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
23. Februar 2019, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 23. Februar 2019, 06:00 Uhr

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