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Köln/Stuttgart

Erneut Sieg einer Bausparerin

Im Streit um hoch verzinste Altverträge haben Bausparkassen eine sehr wahrscheinliche Gerichtsschlappe auf den letzten Drücker abwenden können. Eine für heute angesetzte Berufungsverhandlung einer Bausparerin sei zurückgenommen worden, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart mit.

06.04.2016
  • DPA

Köln. Wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr, kam es zu einem Vergleich, bei dem die Bausparkasse Badenia der Sparerin deutlich entgegenkam.

Die relativ hoch verzinsten Bausparverträge aus den 80er und 90er Jahren sind für die Geldinstitute in der aktuellen Niedrigzinsphase zu einem schlechten Geschäft geworden, sie haben daher schon mehr als 200 000 Altverträge gekündigt. Die Institute berufen sich auf eine Art Sonderkündigungsrecht.

Vergangene Woche allerdings hatte das OLG Stuttgart in der ersten höherinstanzlichen mündlichen Verhandlung zu dem Thema überraschend zu Gunsten einer Sparerin entschieden. Experten werteten dies als Vorentscheidung, dass das OLG Stuttgart in anderen, ähnlichen Fällen bei der Pro-Sparer-Haltung bleiben werde.

Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg wertete den "Last-Minute-Vergleich" als Beleg dafür, dass Kündigungen der Geldinstitute vor Gerichten nicht haltbar seien. Der nächste Verfahrenstermin am OLG Stuttgart zu Altverträgen ist am 4. Mai.

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06.04.2016, 06:00 Uhr

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