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Erneut ein Schlüsselspiel
Schlechte Erinnerungen an das letzte Heimspiel gegen Hannover im Februar dieses Jahres haben die Stuttgarter Alexandru Maxim (am Ball) und Kevin Großkreutz. Die 1:4-Heimniederlage war der Anfang einer Talfahrt, die mit dem Abstieg endete. Foto: Eibner
VfB Stuttgart

Erneut ein Schlüsselspiel

Die Schwaben möchten im Topduell mit Hannover 96 ihre Ambitionen im Kampf um den Wiederaufstieg unterstreichen und den dritten Sieg in Serie einfahren.

12.12.2016
  • SID/MJ

Stuttgart. Stuttgarts Cheftrainer Hannes Wolf (35) erwartet für das Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 morgen (20.15 Uhr/Sky und Sport1) drei Dinge: „Vorfreude, Anspannung, Konzentration“.

Denn im Duell der Erstliga-Absteiger geht es um viel, um Siege, um die Grundlage für den Wiederaufstieg in Liga eins. An dem arbeitet der VfB derzeit sehr erfolgreich. Das Team hat die vergangenen sechs Meisterschaftsspiele nicht mehr verloren und sich so in der Spitzengruppe der 2. Bundesliga festgesetzt. Am vergangenen Spieltag konnte sogar die Tabellenführung übernommen werden. Und diese gilt es nun von Eintracht Braunschweig, die mit einem 3:2-Erfolg über Arminia Bielefeld auf Rang eins kletterten, wiederzuholen.

Das bedeute zum jetzigen Zeitpunkt allerdings nichts, findet Kapitän Christian Gentner. „Bis Mai ist es noch ein langes Stück Weg und viel Arbeit“, sagte der 31-Jährige, „wir müssen uns weiterentwickeln, bei der Sauberkeit im Passspiel, beim Tempo. Wir arbeiten daran, aber das können wir wesentlich besser machen.“

Auch sein Trainer ist weit entfernt vom Freudentaumel. „Die momentane Situation fühlt sich natürlich gut an, aber es bringt nichts, sich damit zu beschäftigen“, urteilte Wolf.

Nüchtern betrachtet sind es auch nur zwei Punkte Vorsprung, die der VfB auf Verfolger Braunschweig hat. Vier sind es auf den Tabellendritten Hannover. Bis zur Winterpause stehen noch zwei Spiele an, und im neuen Jahr geht der Aufstiegskampf dann erst richtig los. Der gleiche Leistungsdruck herrscht bei den Niedersachsen. Klub-Präsident Martin Kind sieht den Aufstieg seines Teams als „alternativlos“ an. „Es ist das erste Spiel, in dem wir nicht Favorit sind“, sagte 96-Coach Daniel Stendel am Sonntag: „Wir wollen trotzdem Punkte mitnehmen.“ Dass es also heiß hergehen wird zwischen beiden Teams, da ist sich Wolf sicher: „Ich kann ausschließen, dass das Spiel langweilig wird. Wir wissen, dass wir gegen die Hannoveraner eine Topleistung brauchen.“ Er sieht einen Gegner, der Stuttgart alles abverlangen wird mit seinen „vielen schnellen Spielern“.

Einer davon ist Martin Harnik. Der Österreicher hat Stuttgart nach dem Abstieg in der vergangenen Saison verlassen, und ist am Ende doch in der 2. Liga, nämlich bei Hannover, gelandet. Auch wenn sich die Wege der beiden nie gekreuzt haben, Wolf weiß um die Qualitäten des Stürmers: „Er ist ein guter Spieler mit Wucht, Geschwindigkeit und Abschlussqualität. Wir müssen brutal auf ihn aufpassen.“ Die Gefahr, dass ausgerechnet Harnik bei seiner Rückkehr nach Stuttgart zum VfB-Spielverderber wird, ist nicht von der Hand zu weisen.

Während die Stuttgarter personell nahezu aus dem Vollen schöpfen können – nur Tobias Werner fehlt wegen Adduktorenproblemen – muss Hannover 96 morgen ohne Felipe und Artur Sobiech auskommen. Der brasilianische Verteidiger und der polnische Stürmer werden nicht rechtzeitig fit, in Stuttgart zu spielen. Das sagte 96-Trainer Daniel Stendel gestern nach dem Abschlusstraining. Die Partie beim VfB sei „das erste Spiel, in dem wir nicht Favorit sind“, erklärte der Coach des Dritten. Dennoch sei das Ziel klar: „Wir wollen drei Punkte mitbringen.“

Die Statistik spricht klar für den VfB. In bisher insgesamt 27 Bundesliga-Partien gingen die Stuttgarter 20 Mal als Sieger vom Feld, dabei trennten sich beide Teams nur einmal Remis. Tore sind bei der Begegnung ebenfalls keine Seltenheit. Keines der Stuttgarter Heimspiele gegen 96 endete ohne Treffer. Auch dass beide Teams mit 29 erzielten Treffern an der Spitze der besten Offensivreihen in der 2. Liga stehen, unterstreicht die Wahrscheinlichkeit auf Tore. sid/mj

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12.12.2016, 06:00 Uhr

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