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Adrian Beggers gewinnt am Pfaffenberg

Erst 17 Jahre alt und schon ganz schön schnell

Beim 6,7 km langen Hauptlauf des Pfaffenberglaufs in Oberndorf gingen 84 Läufer an den Start. Favorit und Vorjahressieger Manuel Brunnenmiller aus Wurmlingen wurde diesmal Zweiter hinter dem Unterjesinger Adrian Beggers, der knapp an einem Rekord vorbeilief.

16.07.2012
  • Gianna Mader

Oberndorf. Fast hätte der 14. Pfaffenberglauf ein neuen Streckenrekord gebracht. Adrian Beggers (SV Unterjesingen) verfehlte die alte Bestmarke nur um drei Sekunden. Er überquert nach 23,04 Minuten die Ziellinie. LAV-Senior Werner Bauknecht war die Strecke 2004 in 23,01 Minuten gelaufen. „Ich wollte gewinnen“, sagte der strahlende Sieger nach dem Zieldurchlauf, räumte aber umgehend ein, dass er eigentlich nie richtig daran geglaubt hatte, dass er es auch tatsächlich schaffen würde.

Der 17-Jährige hatte erst am Vortag im TAGBLATT vom Pfaffenberglauf gelesen und sich daraufhin entschieden, mitzumachen. „Ich hatte gelesen, dass Daniel Kittel schon fünf Mal gesiegt hat, und wollte versuchen, schneller zu sein als er“, erläuterte Beggers seine Ambitionen. Dies ist dem Youngster eindrucksvoll gelungen: Kittels Rekord aus dem Jahr 2005 liegt bei 23,19 Minuten liegt.

Favorit und Vorjahressieger Manuel Brunnenmiller belegte mit einem deutlichen Abstand von mehr als einer Minute den zweiten Platz. Er konnte Beggers Tempo nur bis zum ersten Streckenposten mitgehen und fiel dann zurück. So lag der spätere Sieger bereits beim zweiten Kontrollpunkt deutlich in Führung.

Nach seinem Sieg schwärmte Beggers von der Runde um den Pfaffenberg: „Es ist eine tolle Strecke. Ich mag es, wenn es hoch und runter geht. Da kann man sich beim Abwärtslaufen immer etwas erholen.“ Es war allerdings Vorsicht geboten, denn durch den Regen vor dem Rennen war das Geläuf streckenweise ganz schön rutschig.

Diese Erfahrung hatte auch Mirjam Faßnacht (SV Oberkollbach) gemacht, die schlammbespritzte Siegerin bei den Frauen: „Es ist eine schöne Strecke, aber mit dem0 Matsch macht das Laufen nicht so viel Spaß. Außerdem hatte ich die Strecke nicht so wellig in Erinnerung.“ Faßnacht, die bereits 2003 siegte, konnte sich im Vergleich zu damals um mehr als 30 Sekunden verbessern. „Obwohl ich mich dieses Mal überhaupt nicht vorbereitet habe“, erläutert Faßnacht, „ich habe es eher wie eine Art Trainingslauf gesehen.“

Trotz der nicht ganz optimalen Bedingungen war Organisationsleiter Kurt Glocker mit den Bedingungen für den Lauf zufrieden: „Erst hatte ich ein bisschen Angst vor dem starken Wind gehabt, da es auch durch den Wald geht. Aber das Wetter hat zum Glück gehalten.“ Nicht nur deswegen war die 14. Auflage des Pfaffenberglaufs ein Erfolg. Glocker konnte sich über eine deutlich gestiegene Teilnehmerzahl freuen. Gingen vergangenes Jahr nur 60 Läufer/innen an den Start, waren es heuer 84.

Es gab aber noch Superlative anderer Art: Ulrich Negele beispielsweise ist 83 Jahre alt und bewältigte die 6,7 Kilometer lange Runde in 45,55 Minute. Damit war er immerhin sechs Minuten schneller als die beiden letzten Frauen, die nach 51,05 Minuten Arm in Arm durchs Ziel liefen. Für Cheforganisator Glock unterstreicht das den Anspruch der Veranstalter vom SV Oberndorf, „dass nämlich auch Läufer mitmachen können, die sonst nicht laufen“.

Die Veranstalter werben gemeinhin mit dem Slogan „Wir bieten Laufen in gemütlicher Atmosphäre“. Dafür sorgten auch dieses Jahr die guten Rahmenbedingungen mit kleinen Obstsnacks und Getränken für Läufer wie Zuschauer. „Die Leute kommen gerne her“, freut sich Glocker. „Man kennt sich inzwischen schon. Es gibt einige, die immer wieder kommen. Die familiäre Atmosphäre hier spricht einfach viele an.“

Erst 17 Jahre alt und schon ganz schön schnell
Teilnehmerrekord beim Pfaffenberglauf in Oberndorf: 84 Läufer/innen machten sich am Samstag bei angenehmen Temperaturen und zum Teil rutschigen Geläuf auf die 6,7 Kilometer lange Strecke des Hauptlaufes. Das Spitzen-Duo Adrian Beggers und Manuel Brunnenmiller waren da dem Feld schon längst enteilt. Bild: Ulmer

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16.07.2012, 12:00 Uhr

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