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Erste Bürgermeisterin im Kreis

E inem alten Fuchs, Bürgermeister a.D. Heinz Hornberger, folgt die rehäugige Diplom-Verwaltungswirtin (und zuletzt Hauptamtsleiterin in Kappelrodeck) Annick Meline Grassi als neue Waldachtaler Bürgermeisterin. Beide sind vom Verwaltungsfach, sprich gelernte Profis.

20.11.2014

Sie (28) ist kaum älter als Er (66), als er 1974 antrat, die neue Kommune Waldachtal zu gestalten.

Annick ist, auch historisch gesehen, nun die erste Bürgermeisterin im Kreis Freudenstadt. Unter den Gästen die männlichen Kollegen, aus Haiterbach Andreas Hölzlberger, aus Pfalzgrafenweiler Dieter Bischoff und aus Schopfloch Klaas Klaassen mit einzigem Gastredner, Landrat Klaus Michael Rückert, männlich.

Neben diesen hockend die Geistlichen, Pfarrer Markus Arnold und Anton Romer. Sie dürften sich eins ums andere Mal gefreut haben, als zu den guten Wünschen auch der um „Gottes Segen“ ausgesprochen wurde.

Franz Schweizer rauchte nach dem Akt und vor dem Umtrunk mit Häppchen, verdient sein erstes Zigarettchen. Es waren doch einige Monate, in denen er durch Hornbergers Erkrankung – zusammen mit den beiden weiteren Vize, Erika Burkhardt und Markus Fischer, und den Verwaltungs-Amtsleitern (Wolfgang Fahrner, Markus Staubitz, Heike Finkbeiner) an vorderster Front „gefragt“ war; und sich als beeindruckender, souveräner Sitzungsleiter des Gemeinderats und versierte Persönlichkeit zeigte. Auf das Team mitsamt den Gemeinderäten kann auch Grassi bauen, wie Schweizer anbot.

Landrat Rückert appellierte an die Waldachtaler, die Bürgermeisterin sollte nicht „jederzeit verfügbar“ sein müssen: „Lassen Sie ihrer Bürgermeisterin ihr Privatleben. Als Zeit zum Durchschnaufen, Kraft zu tanken und das Familienleben.“ Grassis Gatte wünschte er: „Dass er es nicht bereut, sich mit einer Bürgermeisterin eingelassen zu haben.“ Grassis erste Amtshandlung nach der Rede war, die Sitzung zu schließen. Am 9. Dezember ist ihre erste Gemeinderatssitzung.

Am 12. November war Bürgermeister Heinz Hornbergers letzter Tag in Amt und Würden; am Dienstag, 18. November, nun die Amtseinsetzung von Grassi. Als der Landrat ihn mit „Alt-Bürgermeister“ ansprach, hat Hornberger sich demonstrativ etwas geduckt; obwohl Rückert mit „so jung kann ein Alt-BM sein“ salbte. Also wohl lieber offiziell das „Bürgermeister a.D.“ (außer Dienst) hinter die Ohren schreiben.

Grassis besonderer Wunsch zum Start war: Kein offizieller Festakt oder Fest, deshalb auch keine Grußworte. Natürlich hatte der Landrat, quasi kraft Amt und Ranges, das Recht der Ausnahme erhalten. Er hielt sich dann auch kurz und brachte Wesentliches an seine Leute.

Erfreulich rund 100 Stühle wurden für den sodann feierlichen Akt im Besprechungsraum der Wehr im Feuerwehrhaus beiseite gerückt, wie die Presse von Feuerwehrkommandant Franz Wittich erfahren hat. Unter den, auch ohne Einladung, sondern aus einem Selbstverständnis gekommenen Gästen, waren (ehemalige) Ortsvorsteher, Ortschaftsräte und Gemeinderäte, Gemeindepersonal und eben ganz allgemein die liebe Bürgerschaft. gaw

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20.11.2014, 12:00 Uhr

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