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Erste Preiserhöhung seit drei Jahren
Während die Nachtzüge der DB wegfallen, wird es vermehrt Verbindungen mit ICE und IC als „Tagesrand-Verbindungen“ geben. Foto: dpa
Bahn

Erste Preiserhöhung seit drei Jahren

Mit dem Fahrplanwechsel müssen Reisende für Tickets mehr zahlen. Die DB führt am Sonntag zudem neue Verbindungen ein und will mit Wlan in den Zügen mehr Service bieten.

06.12.2016
  • DIETER KELLER

Berlin. Wer in den nächsten Wochen eine Fernreise mit der Deutschen Bahn (DB) plant, sollte spätestens am Samstag die Fahrkarte kaufen: Bis dahin ist dies noch zum alten Fahrpreis möglich. Mit dem Fahrplanwechsel am Sonntag erhöht die DB die kompletten „Flexpreise“ – also die Normalpreise – erstmals seit drei Jahren, und zwar im Schnitt um 1,9 Prozent. In den Reisezentren, DB-Agenturen und telefonisch können die Tickets 180 Tage im Voraus zum alten Preis gekauft werden., im Internet und im DB Navigator 90 Tage. Weitere wichtige Änderungen:

Preise Im Schnitt spricht die DB nur von einer Preiserhöhung von 1,3 Prozent. Denn die Bahncards 25 und 50 sowie Reservierungen werden nicht teurer. Zudem verspricht sie auch 2017 wieder 19-EUR-Aktionen. Die Sparpreis-Tickets können künftig, wie alle anderen Fahrkarten, auch im Internet und über die App 180 Tage im Voraus gekauft werden. Bisher ist dies auf 90 Tage beschränkt. Werden Tickets erst am Reisetag storniert, sind in Zukunft 19 (bisher 17,50) EUR fällig. Senioren ab 60 bekommen vom 11. Dezember 2016 bis zum 28. Februar 2017 die Bahncard 50 für die 2. Klasse für 109 (regulär 127) EUR, für die 1. Klasse für 169 (255) EUR. Streckenzeitkarten im Fernverkehr werden 3,9 Prozent teurer. Dafür gibt es kostenlos eine Bahncard 25 für die 1. Klasse dazu. Die Bahncard 100, die Fahrten auf dem ganzen DB-Netz möglich macht, kostet für die 2. Klasse 4190 EUR (plus 2,4 Prozent, für die 1. Klasse 7090 EUR (plus 2,9 Prozent).

Nachtzüge Vom 11. Dezember an stellt die DB ihre Schlafwagen und Autoreisezüge komplett ein. Einen Teil davon übernehmen die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB): Sie weiten ihr Angebot an Nachtreisezügen um 6 Linien aus, die alle meist täglich in Deutschland starten oder enden. Baden-Württemberg berührt der neue „Nightjet“ allerdings nur auf der Fahrt von Hamburg nach Zürich mit einem Halt in Freiburg. Die ÖBB versprechen viel kostenlosen Service und Komfort. Vorerst verkauft auch die DB die Fahrscheine. Sie weitet ihr eigenes Angebot an ICE und IC in der Nacht um 4 Verbindungen aus. Darunter ist ein IC von Berlin über Leipzig und Stuttgart nach München. Hinzu kommen 3 neuen „Tagesrand-Verbindungen“, darunter ein IC von Ulm nach München.

Nahverkehr Die Fahrkarten der DB werden ab 11. Dezember um durchschnittlich 1,9 Prozent teurer. Das gilt allerdings nicht für die Verkehrsverbünde, die ihre Erhöhung und den Zeitpunkt selbst festlegen. Unverändert im Preis bleiben das Schöne-Wochenende-Ticket, das Quer-durchs-Land-Ticket sowie das Baden-Württemberg-Ticket.

Fahrplan Durch die vollständige Inbetriebnahme einer Neubaustrecke in Frankreich dauert die Fahrt von Stuttgart nach Paris über Karlsruhe und Straßburg nur noch 3 Stunden und 10 Minuten – 20 Minuten weniger als bisher. Brüssel ist von Stuttgart aus künftig in 4,5 Stunden zu erreichen mit einem Umstieg in Frankfurt Flughafen. Es profitiert davon, dass die Zahl der ICE-Verbindungen zwischen Frankfurt und Brüssel auf 5 bis 6 pro Tag und Richtung erhöht wird. Am Wochenende gibt es eine ICE-Direktverbindung von Stuttgart über Vaihingen und Heidelberg nach Berlin.

Neubaustrecke Noch genau ein Jahr dauert es, bis die Neubaustrecke von München nach Berlin in Betrieb geht. Dies geschieht beim nächsten Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2017. Dann dauert die Fahrt im Sprinter nur noch 4 Stunden. Von dieser Möglichkeit, schneller in die Hauptstadt zu kommen, profitiert auch das östliche Württemberg. Auf dieser Strecke werden zudem die ersten ICE4 im Regelbetrieb eingesetzt.

Wlan Von Januar an verspricht die DB in allen ICE-Zügen auch in der 2. Klasse kostenloses Wlan. Im Gegensatz zur 1. Klasse ist allerdings das Datenvolumen auf 200 Megabyte pro Tag begrenzt. Bis zu diesem Limit soll das Übertragungstempo bei etwas unter 1 Megabit pro Sekunde liegen. Das reicht für stundenlanges Lesen von E-Mails. Bei Videos ist das Limit allerdings nach einigen Minuten erreicht. Zudem gibt es in ländlichen Gebieten immer noch Funklöcher. Vorerst werden daher nur 85 Prozent des 11 000 Kilometer langen ICE-Netzes abgedeckt. Damit auch der Mobilfunkempfang besser wird, erneuert die DB in den Handybereichen der ICE bis Sommer 2017 die Repeater. Danach folgen weitere ICE-Wagen und einige 1.-Klasse-Wagen im IC.

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06.12.2016, 06:00 Uhr

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