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Erste Runde geht klar an Jan Zeitler
Hatten am Sonntagabend im Überlinger Kursaal allen Grund zum Strahlen: Jan Zeitler und seine Frau Annette Stoll-Zeitler freuten sich über den deutlichen Wahlsieg. Damit geht der Horber Bürgermeister als Favorit in den zweiten Wahlgang am 27. November. Bild: Walter
OB-Wahl in Überlingen

Erste Runde geht klar an Jan Zeitler

Der Horber Bürgermeister ist bei der Wahl von Überlingen als der große Sieger aus dem ersten Wahlgang hervorgegangen. Zeitler erhielt 44,3 Prozent der Stimmen.

06.11.2016
  • Gerd Braun

Die ganz große Spannung im Überlinger Kursaal verwandelte sich am Sonntagabend etwas mehr als eine halbe Stunde nach der Schließung der Wahllokale in die ganz große Überraschung. Als die Auszählung der ersten von insgesamt 26 Wahlbezirken, in denen über die Besetzung des Oberbürgermeister-Stuhls abgestimmt worden war, vorlag, ging ein Raunen durch den mit gut 200 Interessierten gefüllten Saal. Recht früh zeichnete sich ab, dass eine Mehrheit der Bürger Jan Zeitler als Nachfolger von Amtsinhaberin Sabine Becker haben wollen.

Am Ende bestätigten sich die frühen Trends. Jan Zeitler ist klar der Sieger des ersten Wahlgangs. Der 46-Jährige verbuchte 44,26 Prozent der abgegebenen Stimmen. Dahinter klaffte dann schon eine ordentliche Lücke.

Mit 32,17 Prozent der Stimmen landete der 50-jährige Klaus Kirchmann, der nach 30 Jahren in der Entwicklungshilfe in seiner Heimatstadt Überlingen die Entwicklung vorantreiben möchte, auf dem zweiten Platz. Lediglich 17,34 Prozent der zur Wahlurne geschrittenen Bevölkerung sieht in Sabine Becker weiterhin die richtige Frau für das Amt an der Spitze der Verwaltung, und fast schon zu vernachlässigen sind die 6,13 Prozent, die auf den 56-jährigen Pädagogen Dr. Georg Müller entfielen.

Mit diesem Votum hatte sich der Eindruck Zeitlers in den vergangenen Tagen und Wochen mehr als bestätigt. „Ich habe viel Zuspruch bekommen. Das gibt mir ein gutes Gefühl“, sagte Jan Zeitler noch etwa eine halbe Stunde vor der Schließung der Wahllokale, die am Sonntag bei regnerischem Wetter von – Briefwähler mitgerechnet – 61,49 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung besucht worden sind.

„Der richtige Mann für Überlingen“, habe er mitgeteilt bekommen oder auch „souveräner Wahlkampf“. Gefreut hat sich Jan Zeitler auch über ein Blatt Papier, das er vor kurzem von einem Grundschulmädchen erhalten hatte. Das Mädchen hatte darauf von Hand alle vier Namen der Bewerber geschrieben, jeweils einem Kästchen dahinter. Und ihr Kreuzchen machte das Mädchen natürlich im Kästchen von Jan Zeitler. Der Noch-Horber begab sich mit seinen Angehörigen am frühen Abend also in einem Gefühl erwartungsvoller Vorfreude in den Überlinger Kursaal. Was diese sechs Wochen harter, aber auch ermunternder Wahlkampf wohl wert sein mögen? Nun, Jan Zeitler und seine Frau Annette Stoll-Zeitler wurden nicht enttäuscht.

„Wenn ich ehrlich bin, hatte ich mir erhofft, unter die ersten Zwei zu kommen. Dieses Ergebnis ist dann aber eines, von dem man allenfalls geträumt hat“, sagte Jan Zeitler am Sonntag, nachdem die ersten Glückwünsche entgegen genommen und der erste Trubel vorüber war. Diese Aussage verknüpfte Zeitler mit einem Statement für die Stadt, in der der noch arbeitet: „Das ist doch auch schön für Horb, wenn ein Bürgermeister von hier mit einem so guten Ergebnis aus einer solchen Wahl hervorgeht.“

17 Tage Resturlaub hat Jan Zeitler für die einkalkulierte zweite Wahlkampfrunde noch gespart, wobei er seinen Dienstgeschäften in Horb nach bestem Gewissen weiter nachkommen möchte.

In Überlingen, so hat es am Sonntagabend dort noch die Runde gemacht, trifft er am 27. November auf einen Gegenkandidaten weniger, nachdem Georg Müller online seinen Rückzug erklärt hat. Die beiden anderen, so jedenfalls erwartet es Jan Zeitler, werden im Rennen bleiben. Im zweiten Wahlgang reicht dann bekanntlich die einfache Mehrheit zum endgültigen Wahlsieg.

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06.11.2016, 21:00 Uhr

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