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Erster Arbeitstag: Trump kippt Handelsabkommen
Der neue Mann im Oval Office: US-Präsident Donald Trump unterzeichnet das Ende des transpazifischen Handelsabkommens, links sieht sein Vize Mike Pence zu. Foto: afp
USA

Erster Arbeitstag: Trump kippt Handelsabkommen

Der neue Präsident legt los: Das Asien-Pazifik-Abkommen ist Geschichte, Firmen sollen weniger Steuern zahlen. Dollar und Börsen geben nach.

24.01.2017
  • DPA

Washington. US-Präsident Donald Trump hat als eine seiner ersten Amtshandlungen die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen TPP mit China und Japan beendet. Er unterzeichnete am Montag ein entsprechendes Dekret und setzte damit eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen um. Den Ausstieg aus dem unter seinem Vorgänger Barack Obama ausgehandelten Abkommen mit elf Staaten bezeichnete Trump als „großartige Sache für den amerikanischen Arbeiter“.

In der geplanten Freihandelszone sollten sich die USA mit Australien, Brunei, Chile, Japan, Kanada, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur und Vietnam zusammenschließen. Zusammen stehen diese Länder für rund 40 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung.

Außerdem will er mit einem Abbau der Regulierungen für die US-Wirtschaft um 75 Prozent die Produktion im Inland fördern. Das sagte er bei einem Treffen mit Wirtschaftsvertretern. Der Fokus seiner ersten vollen Woche im Amt solle auf den Themen Arbeitsplätze und nationale Sicherheit liegen, twitterte Trump. Unternehmenssteuern sollen auf 15 bis 20 Prozent gesenkt werden, sagte der frühere Unternehmer. Wenn eine Firma die USA verlasse und ihre Produkte danach in den USA verkaufen wolle, müsse sie hohe Strafzölle bezahlen.

Der protektionistische Kurs Trumps verunsichert die Anleger zunehmend. Gestern sanken die Börsenindizes in den USA und Deutschland; der Dax schloss um 0,73 Prozent im Minus. Der Dollarkurs verlor wegen der wachsenden Unsicherheit gegenüber dem Euro.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spielt bei der Zusammenarbeit mit dem neuen US-Präsidenten auf Zeit. Regierungssprecher Steffen Seibert äußerte sich nicht zu einem möglichen Treffen von Merkel und Trump. „Alles hat seine Zeit“, sagte er. Und: „Wir haben alle Kontakte, die wir in der sehr, sehr frühen Phase der neuen Administration haben können – und diese Kontakte verstetigen sich.“ afp/dpa

Wirtschaft

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24.01.2017, 06:00 Uhr

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