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Fürst gratuliert

Erzbischof Karl-Josef Rauber wird Kardinal

Rottenburgs Bischof Gebhard Fürst gratuliert Erzbischof Karl-Josef Rauber, 80, zur angekündigten Erhebung in den Kardinalsstand. Rauber lebt auf der Liebfrauenhöhe bei Ergenzingen.

05.01.2015
  • gef

Rottenburg. Am Sonntag gab Papst Franziskus die Namen von zwanzig Geistlichen bekannt, die er am 14. Februar im Vatikan zu Kardinälen erheben will. Rauber wird damit der elfte deutsche von mehr als 200 Kardinälen. Er ist gebürtig aus Nürnberg und war 26 Jahre lang im diplomatischen Dienst des Vatikans weltweit unterwegs als Nuntius (Botschafter) unter anderem in Uganda, in der Schweiz, in Liechtenstein, Ungarn, Moldawien, Belgien, Griechenland und Luxemburg. Er war auch Leiter der päpstlichen Diplomatenakademie.

Bischof Fürst gratulierte Erzbischof Rauber, der seit seinem Ausscheiden aus dem diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls im Schönstattkloster auf der Liebfrauenhöhe lebt. Fürst würdigte ihn als einen „hoch geschätzten Seelsorger und geistlichen Begleiter“. Mit seiner breiten theologischen Bildung, spirituellen Tiefe und großen Erfahrung als weltläufiger Kirchendiplomat stelle Rauber eine Bereicherung für die Diözese Rottenburg-Stuttgart dar. Unter anderem spende er regelmäßig das Sakrament der Firmung; im Kloster auf der Liebfrauenhöhe werde er als Geistlicher geschätzt.

Von seinem Stand her könnte Rauber seinen Ruhestand in Rom verbringen, aber er nahm die Einladung der Schönstätter Marienschwestern an. Dort hatte er als Kind etliche Ferienaufenthalte verbracht. Nachdem er in seinem Dienst mit Königen und Präsidenten gespeist und verhandelt hatte, fühlt sich Rauber, dem Bescheidenheit, Unkompliziertheit, aber auch Tiefe und Humor nachgesagt werden, auf der Liebfrauenhöhe wohl, wie er der „Rottenburger Post“ in einem Gespräch vor gut fünf Jahren sagte.

Kardinäle sind die engsten und wichtigsten Berater des Papsts; das Kardinalskollegium ist das höchste kirchliche Gremium. Die Kardinäle wählen den Papst, allerdings verlieren sie ihr Wahlrecht, wenn sie 80 Jahre alt werden. So alt ist Josef Rauber zurzeit. Kardinal Walter Kasper, Vorgänger Fürsts als Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, ist 81. Etwa die Hälfte der gut 200 Kardinäle ist unter 80 und damit berechtigt, den Papst zu wählen.

Kardinäle sind nach dem Papst die höchsten Würdenträger der katholischen Kirche. Sie bestimmen die Politik der Kirche mit. Manche Kardinäle haben in der Kurie Funktionen inne, die sich mit denen weltlicher Minister vergleichen lassen; sie tragen den Titel Kurienkardinal. Walter Kasper war bis zu seiner Emeritierung, um die er selbst gebeten hatte, Kurienkardinal.

Äußerlich sind Kardinäle unter anderem an der roten Scheitelkappe (Pileolus) zu erkennen, die Bischöfe tragen eine violette. Die nach Kirchenprotokoll korrekte Anrede ist „Eminenz“.

Erzbischof Karl-Josef Rauber wird Kardinal
Karl Josef Rauber 2011 in Stuttgart

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05.01.2015, 12:00 Uhr

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