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Die Filmreihe Kino und Kirche geht in die nächste Runde

„Es geht hier nicht um Mainstreamsachen“

„Ich habe jetzt nur noch Hobbys“, sagt Wolfgang Heutjer, Pfarrer im Ruhestand. Eines davon ist die Liebe zum Kino – eine Liebe, die Stefan Schlegel als Kinobetreiber nur zu gut versteht.

25.09.2014
  • Jacqueline Schreil

Mössingen. Vor 23 Jahren wurde das Projekt Kino und Kirche ins Leben gerufen, ab dem 26. September laufen wieder verschiedene Streifen der Filmreihe. „Man kann nicht nur die Top Ten runterspielen und denken, damit ist es getan“, findet Stefan Schlegel. Als Kinobetreiber der Lichtspiele Mössingen liegen ihm vor allem auch Filme am Herzen, die in den großen Kinos kaum beachtet werden. „Es geht hier nicht um Mainstreamsachen“, pflichtet ihm Heutjer bei.

Gerade einige Filme, von denen man es nicht erwartet habe, seien in vergangenen Kino und Kirche-Programmen ein Publikumsmagnet gewesen. In der aktuellen Reihe geht es ganz anschaulich um „Grundfragen des menschlichen Lebens“. Den Auftakt macht der Streifen „Gott verhüte!“ (Bild). Bis Februar 2015 laufen acht Filme, die zur Serie gehören.

Freitag, 26. September: „Gott verhüte!“ (Kroatien/Serbien, 2013). Ein junger katholischer Geistlicher will für eine höhere Geburtenrate auf seiner kroatischen Insel sorgen. Zu diesem Zweck manipuliert er Kondome und andere Verhütungsmittel. Das hat nicht nur ungewollte Schwangerschaften zur Folge.

Freitag, 24. Oktober: „Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit“ (USA, 2014). Als Angestellter des Londoner Sozialamtes geht Mr. May engagiert seiner Arbeit nach: Er spürt die Hinterbliebenen von Menschen auf, die einsam gestorben sind, organisiert Beerdigungen und schreibt feinfühlige Reden. Schließlich verliert er seinen Job und klammert sich an seinen letzten Fall.

Freitag, 7. November: „Das Beste kommt zum Schluss“ (USA, 2007). Nachdem ein krebskranker Milliardär im Krankenhaus auf einen Automechaniker mit dem gleichen Schicksal trifft, freunden sich die beiden an. Nach ihrer Entlassung verfassen sie eine Liste mit Dingen, die sie vor ihrem Tod noch erleben wollen.

Freitag, 14. November: „Bonhoeffer – Die letzte Stufe“ (Deutschland/ USA/ Kanada, 2000). Der Film läuft zur Ökumenischen Friedensdekade. Der biografische Film beschreibt den Widerstandskampf des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer, der sich während der NS-Diktatur an Umsturzplänen beteiligte und dafür drei Wochen vor Kriegsende hingerichtet wurde.

Freitag, 28. November: „A World Not Ours“ (England/ Libanon/ Vereinigte Arabische Emirate, 2012). Der Dokumentarfilm läuft in Zusammenarbeit mit Amnesty International und erhielt den Friedenspreis auf der Berlinale. Er wird im Original und mit Untertiteln gezeigt. Zu sehen sind Bilder aus einem Flüchtlingslager im Libanon, in dem Regisseur Mahdi Fleifel seine Kindheit verbrachte. Dabei vermittelt der Streifen einen Kontrast aus Leichtigkeit und Resignation.

Freitag, 19. Dezember: „Pfarrer“ (Deutschland, 2014). Der Dokumentarfilm begleitet eine Gruppe angehender Pfarrer bei ihrer Ausbildung und vermittelt die Erlebnisse und Erfahrungen der Vikare.

Freitag, 30. Januar: „Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe“ (Deutschland, 2013). Der Regisseur Philipp Hartmann stellt an diesem Abend seinen Film persönlich vor und ist auch zur Diskussion anwesend. Der essayistische Dokumentarfilm befasst sich mit der Chronophobie des Filmemachers, der Angst vor der Flüchtigkeit der Zeit.

Freitag, 27. Februar: „Lauf Junge lauf“ (Deutschland/ Frankreich/ Polen, 2013). Der Film basiert auf einer Romanvorlage, der wiederum eine wahre Begebenheit zugrunde liegt. Geschildert wird die Geschichte eines jüdischen Jungen, dem die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Fortan muss er sich auf eigene Faust durchschlagen.

Info: Alle Filme laufen in den Mössinger Lichtspielen, Beginn ist jeweils um 20.15 Uhr.

„Es geht hier nicht um Mainstreamsachen“
Im Film „Gott verhüte!“ hilft ein verzweifelter Pfarrer (Krešimir Mikic) der Geburtenrate auf die Sprünge.Agenturbild

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25.09.2014, 12:00 Uhr

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