Es juckt und krabbelt – Kopfläuse haben Hochsaison

17.12.2019

Bild: dalaprod/stock.adobe.com

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Im Herbst und Winter heißt es wieder: Läuse auf dem Vormarsch. Dann steigt der Befall mit Kopfläusen am stärksten an. Doch warum ist genau diese Zeit scheinbar so optimal für die Ansteckung mit Kopfläusen? Wie Sie Kopfläuse erkennen, behandeln und vielleicht sogar Maßnahmen zur Vorbeugung treffen können, erfahren Sie hier.

Im Herbst und Winter beginnt die Läusesaison

Besonders in den Herbst- und Wintermonaten melden viele Kitas und Schulen immer wieder einen Befall mit Kopfläusen. Warum verbreiten sich die Plagegeister in dieser Zeit besonders gut? Einer der Gründe für den steigenden Befall mit Kopfläusen ist die sinkende Temperatur. Läuse mögen es gerne warm und feucht, weswegen sie bei fallenden Außentemperaturen die Nähe zum warmen Körper des Menschen suchen. Im Haaransatz bieten Körpertemperatur und Schweiß die optimalen Voraussetzungen für Kopfläuse. Viele Familien bringen die kleinen Parasiten auch aus dem Urlaub mit. Sobald die Kinder im Herbst wieder Kindergarten, Kita oder Schule besuchen stecken sie sich gegenseitig an. Da man sich in den kälteren Monaten auch viel in Innenräumen bewegt, haben die Kopfläuse einfache und schnelle Übertragungswege.

Kopfläuse einfach erkennen

Eine Ansteckung mit Kopfläusen erkennen Sie grundsätzlich sehr einfach. Ein häufiger Juckreiz am Kopf ist dabei das wichtigste Anzeichen. Kinder kratzen sich dann viel am Kopf oder klagen über das nicht enden wollenden Jucken. Wenn bei der Untersuchung von Kopfhaut und Haaransatz Larven, Eier und Läuse zu sehen sind, handelt es sich um einen Befall mit Kopfläusen.

Zur genauen Bestimmung eines Befalls kann ein Nissenkamm verwendet werden. Der Kamm mit den eng aneinander liegenden Zinken zieht Läuse und Eier von den Haaransätzen. Wenn Läuse oder bräunlich-gräuliche Eier zu finden sind, handelt es sich um einen akuten Befall, der sofort behandelt werden muss.

So passiert die Ansteckung mit Kopfläusen

Auch wenn Personen mit Kopfläusen als ungepflegt gelten, hat ein Läusebefall nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Eine Ansteckung mit Kopfläusen ist einfach nur Pech. Jeden Erwachsenen und jedes Kind kann es treffen. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch und passiert dort am häufigsten, wo viele Leute eng zusammenkommen oder zusammenleben. Das kann in Kindergärten, öffentlichen Verkehrsmitteln oder beim Kontakt mit Familienmitgliedern sein. Da Kinder besonders eng miteinander spielen und toben bieten sich den Kopfläusen optimale Übertragungswege. Wenn sich also jemand mit Kopfläusen ansteckt, ist es wichtig diese direkt mit den richtigen Mitteln zu behandeln, um weitere Ansteckungen zu vermeiden.

Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung von Kopfläusen

Am liebsten wäre es den meisten Eltern, wenn man Läusen einfach vorbeugen könnte. Da die Hygiene jedoch nicht über eine Ansteckung mit Kopfläusen entscheidet, kann man meist wenig tun. Die Übertragungswege von Kopfläusen können nicht vermieden werden, wenn Kinder miteinander spielen oder Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Um eine Ansteckung von anderen Menschen zu vermeiden ist es wichtig, den Befall direkt und effektiv mit Nissenkamm und Läusemitteln zu behandeln. Das Präparat wird meist mehrmals auf der Kopfhaut angewendet und mit einem Nissenkamm gründlich ausgekämmt. Nur so können Betroffene wirklich effektiv von Läusebefall befreit werden. Um eine Ansteckung anderer Menschen zu vermeiden, sollten Kinder und Erwachsene mit Kopfläusen möglichst zu Hause bleiben.

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17.12.2019, 13:53 Uhr
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zuletzt aktualisiert: 17.12.2019, 13:53 Uhr

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