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Börse

Es wird ein Jahr der Politik

02.01.2017

Von ROLF OBERTREIS

Frankfurt. Das Börsenjahr 2016 bereitete den Anlegern Freude, auch wenn der Dax nicht, wie von manchen vorhergesagt, auf 12?000 oder gar 12?600 Punkte gestiegen ist. Der Hauptgrund für das gute Börsenjahr liegt in der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Als Anfang Dezember klar war, dass die EZB auch dieses Jahr eine weitere halbe Billion Euro locker macht, war der Weg für die Jahresendrally frei. Mehr als 11?400 Dax-Zähler bedeuten ein Jahresplus von 6,5 Prozent.

Trotz Null-Zinsen bleiben die Deutschen Aktienmuffel, klagen das Deutsche Aktieninstitut (DAI), aber auch seriöse Geldhäuser. Wer langfristig anlege, fahre mit Aktien nach wie vor gut.

Was bringt das neue Jahr? Wieder viele Unwägbarkeiten und damit starke Schwankungen, sagt Ulrich Stephan von der Deutschen Bank. Er zählt auf: neuer US-Präsident, Wahlen in Frankreich, Niederlanden, Italien und Deutschland, die Staatsschuldenkrise in Euroland und die Probleme der Banken.

„2017 wird das Jahr der Politik“, sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Er sieht den Dax Ende 2017 bei 11?700 Punkten. Christian Kahler von der DZ Bank traut ihm 12?000 Zähler zu. Eugen Keller vom Bankhaus Metzler sieht 11?500 Punkte, es könnten aber auch nur 9700 werden.

Wichtiger Motor bleibt die EZB, eine Zinswende ist nicht in Sicht. Auch die Konjunkturperspektiven sind in Euroland, den USA und in den Schwellenländern nicht schlecht. Unter diesen Vorzeichen rechnet kaum ein Beobachter mit einem Absturz der Kurse. Rolf Obertreis

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Erstellt:
2. Januar 2017, 06:00 Uhr
Aktualisiert:
2. Januar 2017, 06:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 2. Januar 2017, 06:00 Uhr

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