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Erfolgreich studieren in Tübingen

Esit-Projekt der Universität erhält weitere Fördermittel

Mehr Geld für mehr Studienerfolg: Ein Bund-Länder-Programm für bessere Studienbedingungen fördert 23 Initiativen an Hochschulen in Baden-Württemberg. Von 2016 bis 2020 werden gleich zwei Projekte in Tübingen in zweistelliger Millionenhöhe gefördert.

09.11.2015
  • Lorenzo Zimmer

Tübingen. Von der Förderung profitiert erneut ein Projekt, das bereits 2011 Geld von Bund und Land erhielt. Das Programm „Erfolgreich studieren in Tübingen“ (ESIT) bekam 2011 bereits eine Förderung in Höhe von 13,4 Millionen Euro – und wurde ein voller Erfolg. Jetzt geht die Förderung weiter. „Bisher läuft ESIT sehr gut“, sagte Lucia Vennarini am Montag dem TAGBLATT. Wie viel Geld für die kommende Förderperiode von 1. Oktober 2016 bis Ende Dezember 2020 zur Verfügung stehen wird, ist noch nicht klar. „Wir hoffen erneut auf einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich“, so die Leiterin des Dezernats Studium und Lehre. „Es ist ein sehr umfängliches Projekt. Es betrifft mehrere Bereiche“, so Vennarini.

„Bereits beim Übergang von der Schule an die Uni wollen wir unsere Beratung optimieren.“ Während des Studiums sollen Juniordozenten den Studierenden helfen, ihre Zeit besser einzuteilen und Studieninhalte zu verarbeiten. „Teilweise kämpfen wir in Lehrveranstaltungen mit sehr heterogenen Vorkenntnissen“, so Vennarini weiter. Und genau dann helfen die Juniordozenten mit eigens konzipierten Lehrveranstaltungen, Tutorien und Seminaren.

Praktikumsbörse kommt sehr gut an

„Die Durchfallerquoten sind zum Beispiel im naturwissenschaftlichen Bereich deutlich gesunken“, sagte Vennarini zufrieden. Das führt sie auf ESIT zurück. Auch die „lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ zählt zum Angebot der ESIT-Initiative.

Aber auch für die älteren Semester tut das Projekt etwas: „Die Praktikumsbörse wird sehr gut angenommen“, sagte Vennarini. Sie soll beim Übergang von der Uni ins Berufsleben helfen und die Herstellung von Kontakten zu Industrie und Wirtschaft erleichtern.

Neben dem Geld für ESIT wurde ein zweites Projekt von Bund und Land bewilligt. Zusammen mit den Universitäten Freiburg, Mannheim und Heidelberg rief die Uni Tübingen 2011 das Projekt „Kompetenzen im Medizinstudium“ (Merlin) ins Leben. Für den kommenden Förderzeitaum bis Ende 2020 kommt noch die Universität Ulm hinzu. Gemeinsam rechnen die sechs Hochschulen mit rund 7 Millionen Euro.

Das Geld soll in die Verbesserung des Medizinstudiums investiert werden. Dabei geht es um die Implementierung eines Lernzielkatalogs, der bundesweit ab 2020 gelten soll. Bis dahin ist der „Nationale Kompetenzbasierte Lernzielkatalog Medizin“ (NKLM) nur eine Empfehlung. „In den fünf Jahren, die wir jetzt noch Zeit haben, ist die finanzielle Unterstützung Gold wert“, sagte Maria Lammerding-Köppel vom Kompetenzzentrum für Hochschuldidaktik. „In diesen Jahren wollen wir Pilotprojekte der vergangenen Förderperiode in der Breite anwenden“, sagte sie. Anschließend sollen die Ergebnisse bundesweit zur Verfügung gestellt werden. Lammerding-Köppel lobte auch die Zusammenarbeit mit den anderen Unis in Baden-Württemberg: „Alle arbeiten für alle.“

Neben der Förderung für ESIT und das medizinische Kompetenzprojekt möchte die Universität Tübingen beim Land eine Förderung für „kleine Fächer“ beantragen. Mit einem neuen Zukunftsfonds fördert das Wissenschaftsministerium mit insgesamt 3 Millionen Euro die Leistungsfähigkeit von „kleinen Fächern“ an den Universitäten. „Sie stehen für Innovation und Pluralität der Wissenskultur“, so Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. Derzeit läuft für dieses Programm noch die Ausschreibung. „Wir bringen das gerade intern auf den Weg“, sagte Lucia Vennarini dem TAGBLATT. Bis zum 30. November will sich die Uni dafür noch Zeit lassen – die Frist des Landes läuft bis zum 31. Januar 2016.

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09.11.2015, 12:00 Uhr

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