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Europa beteiligt sich bis 2024 an der ISS
Dass er aus Europa noch mehrere Nachfolger erhält, ist gesichert: Frankreichs ISS-Astronaut Thomas Pesquet. Foto: afp
Raumfahrt

Europa beteiligt sich bis 2024 an der ISS

Die Minister bewilligen der Esa für die nächsten Jahre 10,3 Milliarden Euro.

03.12.2016
  • DPA

Luzern. Die europäische Raumfahrtagentur Esa verlängert ihre Beteiligung an der Internationalen Raumstation ISS bis 2024. Die Mitgliedsstaaten der Esa haben dafür 960 Millionen Euro gebilligt. Insgesamt stellten sie der Esa 10,3 Milliarden Euro für die Raumfahrt in den kommenden Jahren bereit, davon 440 Millionen für das Projekt „ExoMars“.

„Wir können jetzt bestätigen, dass wir bis 2024 gehen“, sagte Esa-Chef Jan Wörner nach dem Ministertreffen in Luzern. Bislang hatte es nur Geld für eine Beteiligung bis 2020 gegeben. Die Hauptgeldgeber Russland und USA hatten ihr Engagement bereits früher um vier Jahre auf 2024 verlängert.

Die 10,3 Milliarden Euro sind „ein großer Betrag, der es uns erlaubt, wirklich voranzuschreiten“, sagte Wörner. Die Agentur hatte Wünsche über 11 Milliarden Euro angemeldet. Deutschland steuert nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt zwei Milliarden Euro bei.

Die 22 Mitgliedstaaten haben auch die zweite Phase der „ExoMars“-Mission gebilligt und stellen dafür knapp 440 Millionen Euro bereit. In europäisch-russischer Zusammenarbeit soll 2020 ein Rover auf dem Mars landen. Das Projekt hatte sich um zwei Jahre verzögert, deshalb ist es teurer geworden als ursprünglich geplant. Der Transporter, der die Sonde zum Mars transportiert, wird in Deutschland entwickelt. Ebenso ein Forschungsinstrument für die Suche nach Lebensspuren.

Ein Herzensprojekt von Wörner steht erstmal in den Sternen: das Programm AIM, mit dem Technik zur Abwehr von Asteroiden entwickelt werden soll. Dafür seien keine ausreichenden Finanzzusagen gemacht worden.

An dem Thema will die Esa trotzdem dranbleiben: Es gebe Geld im allgemeinen Forschungsprogramm, das für dieses Ziel genutzt werden könne, sagte Wörner. Einige Mitgliedsstaaten hätten angedeutet, sie wollten eventuell später Geld dafür geben.

Unter anderem gibt es bis 2015 1,4 Milliarden Euro für Programme zur Erdbeobachtung. Bis 2023 gibt es 1,6 Milliarden Euro für das Trägerraketenprogramm – für Zuschüsse zur Nutzung der Ariane-5-Rakete, den europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana, aber auch für die Entwicklung neuer Technik. Die Esa-Staaten segneten auch Wörners Strategie ab, die Zusammenarbeit mit privaten Raumfahrt-Akteuren weiter auszubauen. dpa

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03.12.2016, 06:00 Uhr

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