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Wetter

Europa im Winterchaos

Jede Menge Schnee hat das Sturmtief „Egon“ über Deutschland fallen lassen. Es gab Strom-, Zug-, Flug- und Unterrichtsausfälle und an den Küsten Sturmflutwarnungen. In England wurde ein Küstenort evakuiert.

14.01.2017
  • AFP

Hamburg. Mit Starkwind, zum Teil Orkanböen und massiven Niederschlägen hat das Sturmtief „Egon“ Deutschland gestern ins Winterchaos gestürzt. Es kam zu Ausfällen im Flug- und Bahnverkehr, auf glatten Straßen häuften sich in vielen Bundesländern die Unfälle, in Teilen Bayerns fiel wegen unterbrochener Leitungen der Strom aus. Auch weiten Teilen Westeuropas hat „Egon“ Probleme bereitet.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte gestern vor mehr Regen, Schneeregen und Schnee sowie Glätte und Sturm. In bergigen Regionen wird weiterhin mit unwetterartigen Schneeverwehungen gerechnet. Die Behörden in mehreren Bundesländern warnten Spaziergänger vor dem Betreten von Wäldern: Bäume könnten durch den Sturm und die Schneelasten umstürzen, es bestehe Lebensgefahr.

130 Flüge gestrichen

Schneeverwehungen, rutschige Straßen, querstehende Lastwagen und umgestürzte Bäume haben den Verkehr auf Schiene und Straße massiv gestört. In mehreren niedersächsischen Landkreisen fiel die Schule aus. Auch Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern waren betroffen. Am Frankfurter Flughafen wurden bis zum Mittag knapp 130 Flüge gestrichen. Später besserte sich die Lage.

Zahlreiche ICE-Verbindungen in ganz Deutschland wurden gestört. Die Bahn legte die Höchstgeschwindigkeit der ICE auf 200 Stundenkilometer fest. Eine Streckenunterbrechung zwischen Würzburg und Nürnberg bewirkte in ganz Deutschland Verspätungen, auch der morgendliche Regionalverkehr litt unter Ausfällen und Verspätungen.

In Bayern gab es in der Nacht Stromausfälle von der Grenze zu Baden-Württemberg bis in die Kreise Fürth und Nürnberger Land. Bäume und Äste hatten Leitungen beschädigt, wie die Main-Donau-Netzgesellschaft mitteilte. Etwa 40 Orte waren betroffen.

In Frankreich waren zeitweise mehr als 330 000 Haushalte wegen „Egon“ ohne Strom. Im Norden des Landes mussten 180 Passagiere eines Thalys-Schnellzugs auf dem Weg von Brüssel nach Paris die Nacht im Zug verbringen. Grund waren gleich zwei Oberleitungsschäden. Auch zwei Eurostar-Schnellzüge zwischen London und Paris wurden gestrichen.

Für fast die gesamte Ostküste Englands galt Sturmflutwarnung. Mehrere Orte wurden evakuiert, darunter Jaywick mit über 4500 Einwohnern. In einigen Gegenden Schottlands fiel die Schule aus.

Die Aussicht: Viel Schnee

Am Wochenende gibt es weiter viel Schnee in weiten Teilen Europas. Zwar zieht „Egon“ nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes langsam ab, doch für viele Regionen Deutschlands werden weitere Schneefälle erwartet. Er werde insbesondere in den Mittelgebirgen und den Alpen liegen bleiben. Mit Glätte müsse auch dort gerechnet werden, wo es nicht schneit. afp/dpa

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14.01.2017, 06:00 Uhr

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