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12 Uhr mittags

Europa schweigt

Um 12 Uhr mittags stand Europa still. Mit einer Schweigeminute haben Millionen Menschen auf dem ganzen Kontinent der Opfer der Pariser Anschläge gedacht.

17.11.2015
  • AFP

In den Straßen von Paris. Vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Auf dem Trafalgar Square in London. In Schulen, vor Rathäusern, in Büros und Universitäten - in Zeiten großer Trauer stehen Europäer Schulter an Schulter, halten eine Minute inne und demonstrieren so ihre Solidarität mit den Menschen in Paris.

Europa schweigt
In Trauer vereint – wie hier im nordfranzösischen Lille haben gestern Millionen Europäer derer gedacht, die bei den Anschlägen in Paris getötet worden waren.

Präsident François Hollande schwieg mit Premierminister Manuel Valls an der Universität Sorbonne. Am Brandenburger Tor versammelte sich eine dichte Menschenmenge, vor der französischen Botschaft wurden hunderte Blumensträuße niedergelegt.

Auch an den Anschlagsorten in Paris versammelten sich hunderte Menschen. Vor der Konzerthalle Bataclan und den Cafés und Restaurants, die am Freitagabend angegriffen worden waren, legten Menschen Blumen nieder, zündeten Kerzen an und hängten Zettel auf, auf denen sie ihre Solidarität mit den Opfern ausdrückten. Landesweit waren die Flaggen auf halbmast gesetzt.

Das britische Parlament versammelte sich zu einer Schweigeminute, das englische Fußballteam unterbrach sein Training. Innenministerin Theresa May kam in die französische Botschaft in London. Auf dem Platz vor der St. Paul's Kathedrale hielten rund 20 Touristen inne. In Kopenhagen wurde das Glockenspiel des Rathauses ausnahmsweise abgeschaltet. Vor dem spanischen Parlament in Madrid hielten rund hundert Abgeordnete eine Schweigeminute ab, in der ein Glockenspiel die französische Nationalhymne erklingen ließ.

Beim G20-Gipfel in der Türkei kamen der britische Premierminister David Cameron, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), der italienische Ministerpräsident Matteo Renzi, der spanische Regierungschef Mariano Rajoy, EU-Ratspräsident Donald Tusk und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker mit dem französischen Außenminister Laurent Fabius zusammen, den sie als Zeichen der Solidarität umarmten.

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17.11.2015, 12:00 Uhr

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