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4,5 Millionen für drei Forscher

European Research Council zeichnet Max-Planck-Wissenschaftler aus

Drei Wissenschaftler des Tübinger Max-Planck-Instituts erhalten jeweils 1,5 Millionen Euro für ihre Forschungen.

19.09.2012
  • Jannik Euteneuer

Tübingen. Der Europäische Forschungsrat hat die Projektvorschläge von drei Forschern des Tübinger Max-Planck-Instituts (MPI) als exzellent bewertet und mit einem „Starting Grant“ ausgezeichnet. Die Wissenschaftler Fulvia Bono, Wolfram Antonin und Michael Hothorn erhalten nun in den kommenden fünf Jahren ein Startkapital von bis zu 1,5 Millionen Euro für ihre Arbeit.

Nach Angaben des Forschungsrats bekommen in diesem Jahr europaweit 536 Forscher insgesamt 800 Millionen Euro an Starting Grants. Insgesamt gingen 4741 Bewerbungen ein.

Die Italienerin Fulvia Bono leitet seit 2011 eine Forschungsgruppe am MPI für Entwicklungsbiologie. Sie untersucht den Transport von Makromolekülen innerhalb der Zelle. Dabei geht es ihr um die Regulierung der Genexpression, also darum, wie sich die genetische Information auf das Erscheinungsbild einer Zelle auswirkt. Bono möchte mit dem Geld ihre Arbeitsgruppe vergrößern, um genauer zu erforschen, wie Gene und Erscheinungsbild eines Organismus zusammenhängen.

Wolfram Antonin ist seit 2006 Leiter einer Forschungsgruppe am Friedrich-Miescher-Laboratorium. Er untersucht, wie die Hülle des Zellkerns bei der Zellteilung zunächst abgebaut und nach Bildung neuer Tochterzellen wieder aufgebaut wird. Künftig möchte er erforschen, wie die DNA in den neuen Tochterzellen entfaltet wird, damit sie abgelesen und kopiert werden kann. „Das ist Hochrisiko-Forschung, da wir überhaupt nicht vorhersagen können, ob etwas und was dabei herauskommt“, sagt Antonin.

Erst zu Jahresbeginn hat Michael Hothorn seine Forschungsgruppe gegründet. Hothorn forscht auf dem Gebiet der Pflanzen-Strukturbiologie und untersucht, wie Signale in Pflanzenzellen geleitet werden. Mit dem Preisgeld will er herausfinden, welches Enzym in Pflanzenzellen Phosphatpolymere aufbaut. Er vermutet, dass die Pflanzen die Polymere als Phosphatspeicher nutzen. Damit könnten aus dem Projekt möglicherweise Erkenntnisse gewonnen werden, um den Phosphatmangel bei Nutzpflanzen zu beheben.

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19.09.2012, 12:00 Uhr

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