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Er wippt zu AC/DC

Ex-LTTler Kai Schumann gibt demnächst den zu Guttenberg

Er war vielleicht der schönste Schauspieler, den Tübingen je hatte: Kai Schumann, bis 2001 für zwei Spielzeiten am LTT. Der Frauenschwarm soll jetzt im Fernsehen die gefallene Lichtgestalt Karl Theodor zu Guttenberg verkörpern.

14.07.2012

Ex-LTTler Kai Schumann gibt demnächst den zu Guttenberg
Da kam er Guttenberg am nächsten: Schumann (rechts) 2000 am LTT (in Dressers Drama „Unter der Gürtellinie“).

Mit falschen Doktortiteln hat er Erfahrung. Denn Kai Schumann hat zuerst in Rosa von Praunheims Film „Der Einstein des Sex“ den Mediziner Dr. Magnus Hirschfeld gespielt. Später dann als Serienheld den Gynäkologen Dr. Kaan in „Doctor‘s Diary“. Oder im Fernsehstreifen „Emilie Richards – Sehnsucht nach Sandy Bay“ einen gutaussehenden Arzt namens Dr. Sam Long. Schließlich war er im Leipziger „Tatort“ stets der Gerichtsmediziner Dr. Johannes Reichau – eine Alternative also zu Dr. Boerne, dem Münsteraner TV-Pathologen, den Jan Josef Liefers darstellt.

Liefers soll jetzt auch sein Konkurrent um die Rolle des Plagiat-Politikers Guttenberg gewesen sein. Den hätte Produzent Nico Hoffmann liebend gern für die Fernseh-Satire (Arbeitstitel: „Der Minister“) gebucht, die demnächst abgedreht wird und dann wahrscheinlich im kommenden Frühjahr bei Sat 1 zu sehen ist. „Wanderhure“ Alexandra Neidel wird als Guttenbergs Stephanie und Katharina Thalbach als Kanzlerin Merkel dabei sein. Den Guttenberg-Papa Enoch gibt Robert Atzorn.

Ex-LTTler Kai Schumann gibt demnächst den zu Guttenberg
Frauentyp Kai Schumann: Kann zu viel Gel denn Sünde sein? Archivbilder

Weil Liefers wohl nicht wollte oder konnte, kommt Schumann zum Zug. „Ja! Nun ist es endlich offiziell: ich spiele den Karl Theodor zu Guttenberg!“, postete Kai Schuman neulich auf Facebook. Und: „Ich freu mich riesig!!!“ Der Bild-Zeitung verriet er noch: „Ich höre nur noch wippend AC/DC!“ Die australischen Rockmusiker sind bekanntlich die absolute Lieblingsband des schummelnden CSU-Hoffnungsträgers im Ruhestand.

Als Kai Schumann vor 13 Jahren in Tübingen anfing, und das TAGBLATT ihn vorstellte, hieß es, er sehe aus „wie diese unverschämt begabten, ungemein selbstsicheren Schauspieltalente, die dann irgendwann in Vorabendserien auftauchen. Das war‘s dann oft.“ Schumann hatte aber mehr zu bieten als sein attraktives Äußeres, wie am LTT schnell klar wurde. Als Volker Löschs Fiesco (in der Halfpipe) und als Hasko Webers Romeo (an der Kletterwand) machte er sportiv und sensibel auf sich aufmerksam, dazu auch mit dem Absturz-Solo „Rum und Wodka“ am LTT-Tresen. Der damalige Staatstheater-Intendant Friedrich Schirmer warb ihn flugs nach Stuttgart ab und nahm ihn dann mit ans Hamburger Schauspielhaus.

Seitdem begegnet er einem vermehrt auf der Mattscheibe oder auch mal auf der Leinwand, bei Doris Dörrie oder bei Utta Danella. In der Komödie „Liebe macht sexy“ betörte er strippend Simone Thomalla. Und durfte jetzt selbst als Kommissar ran: Gerade wurde mit ihm die Krimiserie „Heldt – Zwischen Gesetz und Gerechtigkeit“ abgedreht.

Dass der 36-Jährige, obgleich glücklicher Vater und ebenso zufrieden gebunden, bei den Frauen weiterhin gut ankommt, davon kündet Facebook. „hammer attraktiver typ“, stammelt da eine Melanie, während eine Yvonne forsch ankündigt: „ich will diesen mann heiraten!“.Eine Heike wiederum assistiert: „Hammer !!! Dieser Mann ist einfach nur schön !!!!!“ Deshalb die Preisfrage: Darf man dieses Gesicht durch zu viel Gel und Brille verunstalten? Die Entscheidung scheint jedoch gefallen zu sein.Wilhelm Triebold

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14.07.2012, 12:00 Uhr

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