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Was wiegen Neutrinos?

Experiment in Karlsruhe gestartet

Neutrinos sind überall: Die winzigen Elementarteilchen entstehen bei atomaren Zerfallsprozessen, etwa in der Sonne.

14.10.2016
  • dpa/lsw

Karlsruhe. Billionenfach prasseln sie völlig unbemerkt auf uns ein. Weil sie nicht elektrisch geladen sind, durchdringen sie Materie. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat am Freitag eine sogenannte «Neutrino-Waage» ihren Betrieb aufgenommen. Forscher wollen damit herausfinden, was diese Teilchen wiegen.

Neutrinos - auch Geisterteilchen genannt - sind die zweithäufigsten Teilchen des Universums. Könnte man ihre Masse bestimmen, ließen sich Rückschlüsse auf die Entstehungsgeschichte des Universums ziehen. Weil sie nicht elektrisch geladen sind, sind sie aber schwer aufzuspüren.

Mithilfe der 200 Tonnen schweren und 60 Millionen Euro teuren Waage wollen die Forscher die Masse indirekt feststellen, indem sie die Bewegungsenergie von Elektronen messen, die sie durch einen 70 Meter langen Versuchsaufbau schießen. «First light» nennen die Wissenschaftler das Ereignis, wenn der Detektor zum ersten Mal Elektronen feststellt. Es gilt als wichtiger Meilenstein zum tatsächlichen Messbetrieb, der kommendes Jahr beginnen soll.

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14.10.2016, 08:33 Uhr | geändert: 14.10.2016, 17:50 Uhr

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