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Experte warnt vor Diskriminierung bei Kopftuch-Verbot
Die undatierte Aufnahme zeigt Rechtsanwalt Thomas Färber. Foto: Manuel Debus/Färber & Hutzel Rechtsanwälte dpa/lsw
Heidelberg

Experte warnt vor Diskriminierung bei Kopftuch-Verbot

Angesichts eines Rechtsstreits um ein Kopftuchverbot am Arbeitsplatz warnt ein Experte vor Diskriminierung.

19.04.2017
  • dpa/lsw

Heidelberg. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) habe vor kurzem entschieden, dass Arbeitgeber das Tragen eines Kopftuches nur dann untersagen dürften, wenn in dem jeweiligen Betrieb alle politischen oder religiösen Symbole verboten seien, sagte Arbeitsrechts-Experte Thomas Färber im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Wenn der Arbeitgeber bestimmte Kleidungen oder Symbole verbietet, darf dies zu keiner Diskriminierung einzelner führen.»

Die Einschränkung müsse also für alle gelten - unabhängig von der Glaubenszugehörigkeit, sagte Färber, der in einer Kanzlei in Bad Homburg vor der Höhe (Hessen) Unternehmen und Privatpersonen berät.

Das Arbeitsgericht in Heidelberg soll an diesem Mittwoch klären, ob die Kundenberaterin eines Drogeriemarkts ein Kopftuch tragen darf. Das Unternehmen argumentiert, dass Kopfbedeckungen im Kundenkontakt der Betriebsordnung zufolge nicht erlaubt seien.

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19.04.2017, 08:05 Uhr | geändert: 19.04.2017, 07:22 Uhr

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