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Expertin: Ressort für Integration sollte bleiben
Mehr Aufgaben neuer Name: Professorin Engin sieht Bedarf für ein Integrationsministerium. Foto: dpa

Expertin: Ressort für Integration sollte bleiben

Angesichts der Flüchtlingsthematik und des AfD-Höhenflugs plädiert eine Heidelberger Professorin für den Fortbestand des Integrationsministeriums.

11.04.2016
  • DPA

Heidelberg. Migrationsexpertin Havva Engin hat die Grünen davor gewarnt, das Integrationsministerium in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU aufzugeben. "Wir sind ja nicht irgendein Bundesland, sondern das Flächenland mit dem größten Migrantenanteil", sagte die Heidelberger Professorin. "Wenn das Thema eine Leerstelle bliebe, und das unter einem grünen Ministerpräsidenten, das wäre sehr bezeichnend." Die Zukunft des Integrationsministeriums unter Grün-Schwarz ist ungewiss.

Mit Blick auf AfD-Wahlerfolge und die Flüchtlingssituation sei ein eigenständiges Ministerium für Migrationsthemen wichtiger denn je, sagte Engin von der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg. "Die Reaktionen aus der Gesellschaft zeigen, da ist eine Grundverunsicherung, da sind eine Reihe von Fragen, die beantwortet werden müssen." Sie schlägt neben einem erweiterten Aufgabenspektrum einen anderen Namen vor. "Ich würde es Ministerium für Migration, Diversität und Demografie nennen."

Engin ist unzufrieden mit der jetzigen Form der Behörde. Sie müsse viel mehr in die Zukunft planen, kritisierte die Professorin. "Wir haben ja gesehen, dass dieses Ministerium an seine Grenzen stößt, sobald es um große Flüchtlingszahlen geht und es Kompetenzgerangel gibt." Eine neue Regierung habe die Chance, hier umzusteuern.

Die CDU will das Integrationsministerium auflösen und die Aufgaben in das Innenministerium eingliedern. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte eine Abschaffung als "abwegig" bezeichnet.Engin befürchtet, dass das Thema Migration untergeht, wenn sich die CDU mit ihrem Vorschlag durchsetzt. "Es muss das politische Kerngeschäft von einem Minister bleiben", sagte sie. "Das Thema ist zu wichtig, um es unterzuschieben als dritte Unterabteilung eines Ministeriums."

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11.04.2016, 06:00 Uhr

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