Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Explosion erschüttert Ludwigshafen
Dicker Qualm und meterhohe Flammen steigen vom BASF-Werksgelände in Ludwigshafen auf. Foto: dpa

Explosion erschüttert Ludwigshafen

Bei einem Feuer auf dem Gelände des Chemiekonzerns werden mindestens zwei Menschen getötet. Das Unternehmen sucht nach der Ursache.

18.10.2016
  • DPA

Ludwigshafen. Bei einer gewaltigen Explosion und Bränden auf dem Gelände des Chemieriesen BASF in Ludwigshafen sind mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Das sagte ein Sprecher der Stadt auf einer Pressekonferenz. Zudem würden zwei Personen noch immer vermisst, mindestens sechs weitere Menschen seien schwer verletzt worden, sagte Uwe Liebelt, Leiter des Werks Ludwigshafen. Gefährdungen der Bevölkerung durch die Luft seien derzeit nicht messbar.

Die genaue Ursache der Explosion war noch nicht bekannt. „Wir werden natürlich alles daran setzen, das schnell in Erfahrung zu bringen“, sagte Liebelt. Es gebe auch noch keine näheren Erkenntnisse, welcher chemische Stoff in Brand geraten sei. In dem Hafen würden Flüssiggase, aber auch brennbare Flüssigkeiten verladen. Zu dem Zwischenfall kam es den Angaben der Behörden zufolge gegen 11.20 Uhr im Landeshafen Nord bei Arbeiten an einer Rohrleitungs-Trasse. Es habe nach dem Vorfall eine Rußentwicklung gegeben, sagte Liebelt. Anwohner wurden aufgefordert, in ihren Häusern zu bleiben, Türen und Fenster geschlossen zu halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen abzuschalten.

Aus Sicherheitsgründen seien nach der Explosion die zwei sogenannten Steamcracker sowie weitere Anlagen am Standort heruntergefahren worden. Dabei hätten sich Fackeln gebildet, weil Stoffe in Leitungen verbrannt werden müssten. Die Steamcracker seien das Herzstück des Werks. Dort würden eine ganze Reihe an chemischen Grundbausteinen für die Produktion hergestellt. Nach der Explosion sind die Folgen für das Unternehmen unklar. Werksleiter Liebelt: „Der wirtschaftliche Schaden ist nicht mein großes Problem heute.“

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dankte den Einsatzkräften für ihre Arbeit. Die Koalitionsfraktionen im Mainzer Landtag kündigten eine Sondersitzung an. dpa

Südwestumschau

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

18.10.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball