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Extraschichten Freistoßtraining
Fußball-Bezirksliga

Extraschichten Freistoßtraining

Tobias Schmollinger von der SG Ahldorf-Mühlen ist mit 24 Toren der Top-Torjäger der Liga. Der Aufstieg in die Landesliga ist das Ziel. Heute Abend (Anpfiff: 18 Uhr) wartet Angstgegner Dornhan.

29.03.2018
  • Florian Dürr

Wenn Trainer Andreas Hug das Training der SG Ahldorf-Mühlen beendet und die Spieler allmählich den Platz in Mühlen verlassen, sind trotzdem, auch 20 Minuten danach, noch vereinzelte Schüsse vom Sportplatz zu hören: Es sind die Schüsse von Tobias Schmollinger, der immer wieder Extraschichten im Freistoßtraining schiebt. „Ich übe immer wieder, mal 20 Minuten vor, mal 20 Minuten nach dem Training“, verrät der Spezialist am ruhenden Ball. Die Überstunden haben sich gelohnt: In dieser Saison konnte Schmollinger schon vier Freistöße direkt verwandeln.

Beim 4:1-Sieg am Sonntag gegen Empfingen gelang ihm dieses Kunststück wieder: In der 55. Minute schnappte sich der Torjäger den Ball und brachte ihn aus 20 Metern zum wichtigen 2:0 im Tor unter. „Die Freistöße um den Strafraum herum, aus 20 Metern, sind meine. Die weiter weg, macht Kai Sieb“, erklärt er. Und auch beim 1:0 und beim späteren 3:0 hieß der Torschütze, wie so oft in dieser Saison, Tobias Schmollinger. Der 26-Jährige trifft und trifft und trifft: In 17 Spielen gelangen ihm 24 Tore – eine Torquote von 1,4 Toren pro Spiel. Von so einer Quote können selbst Europas Top-Torjäger wie Mohamed Salah, Lionel Messi und Ciro Immobile, nur träumen.

Schweinsteiger als Vorbild

Und das, obwohl Schmollinger eigentlich kein typischer Torjäger ist: Er ist eher als Achter oder Zehner der Spielmacher bei Ahldorf-Mühlen. So wie sein großes Vorbild Bastian Schweinsteiger: Eine hervorragende Spieleröffnung, ein kämpferischer Typ und trotz seiner defensiven Position immer wieder torgefährlich – so beschreibt Schmollinger den früheren Bayern-Spieler, der nach seiner Zeit bei Manchester United mittlerweile in den USA bei Chicago Fire unter Vertrag steht. So ähnlich würde sich auch Schmollinger selbst beschreiben – mit dem Unterschied, dass er, zumindest auf dem Niveau, auf dem er selbst spielt, um einiges torgefährlicher ist als sein Idol.

Schmollinger führt mit seiner Torausbeute nämlich die Bezirksliga-Torjägerliste der SÜDWEST PRESSE klar an – nach ihm kommt lange nichts – erster Verfolger ist Tobias Tews von der SG Vöhringen mit 16 Toren. Doch seinen Torhunger hat er noch lange nicht gestillt: „Ich will auf jeden Fall 30 Tore machen, das habe ich bei den Aktiven noch nie geschafft.“ Doch der Teamplayer betont gleichzeitig: „Aber auch wenn ich jetzt bis zum Saisonende noch 15 Tore auflege und keines mehr schieße, ist das egal. Hauptsache wir gewinnen und steigen auf.“

Über die Landesliga als Ziel zu reden? Bei Ahldorf-Mühlen mittlerweile kein Tabuthema mehr. Das Team steht nämlich mit sechs Punkten Vorsprung auf Verfolger Vöhringen souverän an der Tabellenspitze. „Vor der Runde war das nicht das Ziel. Aber jetzt haben wir so eine gute Ausgangslage, die jetzt noch herzuschenken, wäre schlecht“, sagt Schmollinger, der sich trotz einer bevorstehenden schweren Saison in der Landesliga auf die Herausforderung freuen würde.

Wechsel ausgeschlossen

Dabei hätte der Torjäger schon sehr viel früher in einer höheren Liga spielen können: Mehrere Angebote aus der Landesliga lagen ihm schon vor. Im vergangenen Jahr versuchten die Verantwortlichen der TSG Balingen, Schmollinger von einem Wechsel zur zweiten Mannschaft in die Landesliga zu überzeugen – erfolglos. Der heimatverbundene Schmollinger hielt und hält weiterhin seinem Heimatverein Ahldorf-Mühlen die Treue.

„Hier gefällt mir das Gesellige, die Kameradschaft, wenn man zum Beispiel Freitagabends nach dem Training im Sportheim zusammensitzt. Außerdem trägt die Jugendarbeit aus den vergangenen Jahren jetzt richtig Früchte, wir haben eine starke Truppe zusammen. Ich habe alles richtig gemacht“, sagt Schmollinger.

Heute Abend in Dornhan (Anpfiff: 18 Uhr) will Schmollinger mit seiner Mannschaft die Tabellenführung ausbauen. Doch aufgepasst: Dornhan ist Ahldorf-Mühlens Angstgegner. Das Hinspiel hat der Spitzenreiter klar mit 0:4 verloren und auch die vergangenen vier Spiele davor hat alle Dornhan gewonnen. „Keine Ahnung, warum das so ist. Wittershausen war für uns ja auch immer ein Angstgegner. Oft ist es gegen diese Teams dann so, dass wir einen Totalausfall haben“, sagt Schmollinger, der für heute Abend aber zuversichtlich ist: „Wir sind gut drauf und es reicht auch mal ein dreckiges 1:0.“ Wer dann das goldene Tor macht, kann man eigentlich schon vorhersagen: Dann würden nur noch fünf Tore zur 30er-Marke fehlen.

Die personelle Situation:

Trainer Andreas Hug muss mit der SG Ahldorf-Mühlen weiterhin auf die verletzten Kai Sieb, Matthias Thomas und Jochen Bürkle verzichten. Der Einsatz von Heiko Haid ist fraglich. Sein Gegenüber Timo Rath hat aus dem vergangenen Spiel gegen Eutingen einige Verletzte zu beklagen: Dennis Mutschler, Joshua Marshall, Anton Wößner und Dominik Hafner werden bei den TSF Dornhan ausfallen.

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29.03.2018, 01:00 Uhr

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