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Facebook setzt auf Virtuelles
Solche Oculus-Headsets setzt Facebook ein. Foto: dpa
Soziales Netzwerk

Facebook setzt auf Virtuelles

Auf der Entwicklerkonferenz kündigt Mark Zuckerberg eine so genannte erweiterte Realität an.

20.04.2017
  • DPA

San Jose. Facebook will eine neue Plattform rund um die sogenannte erweiterte Realität aufbauen, bei der virtuelle Objekte in die reale Umgebung integriert werden. Das Smartphone mit Kamera und Bildschirm werde dafür das entscheidende Geräte sein, sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg zur Eröffnung der hauseigenen Entwicklerkonferenz F8. Dabei gehe es zum Beispiel um Spiele – aber auch etwa um Kunstwerke, die für Betrachter auf einem Smartphone-Bildschirm auf weißen Wänden in der Stadt auftauchen könnten. Oder Nachrichten, die nur für bestimmte Leute auf dem Display sichtbar werden könnten. „Wir fangen heute an, diese neue Plattform zu bauen.“

Facebook ist nicht allein auf diesem Weg. Auch Apple-Chef Tim Cook betonte wiederholt, das Konzept der „erweiterten Realität“ (Augmented Reality) sei sehr zukunftsträchtig. Und der Foto-Dienst Snapchat experimentierte zum Beispiel mit virtuellen Masken in Fotos und wurde damit von Facebook kopiert.

Zuckerberg setzte bisher stark auf die virtuelle Realität, bei der ein Nutzer mit Hilfe einer Spezialbrille komplett in virtuelle Welten eintauchen kann. So kaufte Facebook für 2 Mrd. Dollar (1,87 Mrd. EUR) den Brillen-Hersteller Oculus. Doch die Technologie blieb auch mit der ersten Oculus-Brille auf dem Markt bisher in der Nische.

Insgesamt soll der Messenger viel stärker zu einem allumfassenden Kommunikationsservice ausgebaut werden. Dabei sollen Unternehmen im Messenger genauso leicht zu finden sein, wie Menschen, sagte der zuständige Top-Manager David Marcus auf der F8. Facebook will den Messenger auch zu der Plattform ausbauen, über die Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren. „Niemand ruft gern bei einer Firmen-Hotline an“, betonte Marcus.

Dabei soll auch massiv Software zum Einsatz kommen, die automatisch mit den Nutzern kommunizieren kann, sogenannte Bots. Ein Jahr nach dem Start der Plattform sind 100 000 Bots bei Facebook aktiv. dpa

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20.04.2017, 06:00 Uhr

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