Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Kommentar Tod des Berliner Terroristen

Falsche Hoffnung

Darf man sich über den Tod eines Menschen freuen? Die Frage klingt makaber, gerade an diesem Tag, an Heiligabend, an dem wir die Geburt Jesu Christi feiern. Genau dieses Gefühl aber verspüren viele Menschen. Freude, Genugtuung oder, wie es Kanzlerin Merkel formulierte, zumindest Erleichterung darüber, dass die Gefahr vorüber ist.

24.12.2016
  • ULRICH BECKER

Ulm. Die Gefahr, die vom Berliner Attentäter Anis Amri ausging, vielleicht noch weitere Anschläge zu verüben.

Was die meisten von uns tatsächlich freut oder zumindest beruhigt, ist aber nicht der Tod des jungen Tunesiers. Sondern die Hoffnung, dass damit das Leben wieder sicherer wird. Die Schüsse der beiden mutigen Polizisten von Mailand vermitteln das Gefühl, dass Europa dem Terror nicht hilflos gegenüber steht.

Eine verständliche wie falsche Hoffnung. Deutschland ist weiterhin bedroht. Das Risiko, dass es zu einem nächsten Attentat kommt, ist unverändert hoch. Schlimmer noch: Die Tat und der Tod Amris haben erneut zu Tage gebracht, wie unprofessionell die Sicherheitsbehörden mit dem Problem umgehen. Deutschland wird nicht sicherer, wenn Attentäter sterben. Wir müssen sie stoppen, bevor sie zu Mördern werden. Das wäre ein Grund zur Freude.

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.12.2016, 06:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar zu verfassen.
Anmelden
 

 

 
Video-News: Aus Land und Welt
Heute meistgelesenNeueste Artikel
Wirtschaft im Profil
Bildergalerien
Videos
Single des Tages
date-click
Video-News: Fußball