Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Kommentar

Falsche Meldung von der Front

Es ist bemerkenswert, wie umfassend der Erste Weltkrieg dokumentiert ist – auch hier in der Region. Dabei wird die Erinnerung an das Grauen, das vor 100 Jahren begann, auch im fortschreitenden Jahr 2014 nicht zur bemühten Historienschau, die langweilig werden könnte, im Gegenteil: Es ist immer wieder erstaunlich, was in den einzelnen Kommunen gefunden und aufgearbeitet worden ist, um den Krieg, der mit Hurra-Begeisterung begann und bald ins große Sterben in den Schützengräben überging, für die heutige Zeit (be-)greifbar zu machen. So zeigt Stefan Spiller vom Pfullinger Stadtarchiv auf, wie während des Ersten Weltkriegs in den Medien nationaler Überschwang, kommerzielle Interessen, Probleme des Kriegsalltags und die mit kaum zu ermessendem Leid verknüpften Gefallenenmeldungen eine oft eigentümliche Verbindung eingingen. Die Presseveröffentlichungen zu den ersten Gefallenen etwa zeigen, wie zuweilen jegliche journalistische Sorgfaltspflichten missachtet wurden.

25.08.2014

So berichtete der Echaz-Bote am 14. August 1914 über den vermeintlich ersten Pfullinger, „der in offener Schlacht sein Leben für das Vaterland ließ“, dass man von der hier eingetroffenen Trauerkunde gehört habe: „Wilhelm Staiger, Sohn der Frau Witwe Staiger, Eisenbahnstraße hier, sei im Kampf bei Mülhausen gefallen.“Doch dann erwies sich diese Nachricht eines Kameraden von Staiger als Irrtum, der...

82% des Artikels sind noch verdeckt.

Um kostenpflichtige Inhalte zu nutzen, haben Sie folgende Möglichkeiten.

Zum Artikel

Erstellt:
25. August 2014, 12:00 Uhr
Aktualisiert:
25. August 2014, 12:00 Uhr
zuletzt aktualisiert: 25. August 2014, 12:00 Uhr

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen