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Mehr Märkte als gewollt

Familienerlebnistag mit Trittbrettfahrer und Verkehrschaos

Bahnhofshockete, verkaufsoffener Sonntag, Entenrennen, zwei Flohmärkte und ein veritables Verkehrschaos: Beim Familienerlebnistag in Kirchentellinsfurt war was los.

13.09.2010
  • Veronika Renkenberger

Kirchentellinsfurt. Hupen, Motor heulen lassen, pöbeln – das half alles nix. So oft am Sonntag Omnibusse oder sperrige Vehikel mit Hänger durch die Wannweiler Straße wollten, staute es sich munter. Denn beide Seiten der Durchgangsstraße waren zugeparkt, die verbliebene Fahrspur war zu eng, und wegen der voll gestellten Gehwege spazierten auch noch Fußgänger auf der Fahrbahn.

Helmut Knoblich stand vor seinem Modegeschäft, begrüßte strahlend die hereinströmende Stammkundschaft – „Trinken Sie auch einen Kaffee bei uns!“ – und zog zwischendurch die Augenbrauen hoch. „Wenn der verkaufsoffene Sonntag von Flohmärkten so überlagert und überdeckt wird, muss man es sich schon überlegen, ob man in Zukunft nochmal mitmacht.“

Der Seitenhieb galt dem bunten Treiben auf dem gegenüberliegenden Supermarkt-Parkplatz. Dort lockten mehrere Dutzend Flohmarktstände die Besucher des Familienaktionstags an. Bloß dass dieser Flohmarkt von den Organisatoren gar nicht eingeplant gewesen war: ein Trittbrettfahrer.

„Unser Flohmarkt ist der in der Bahnhofstraße“, erklärte Ralf Bohner vom Organisationsteam des Musikvereins. Hier waren unter den Ausstellern viele K‘furter. „Wir sind sehr verärgert“, kommentierte Bernhard Schlegel vom Musikvereins-Vorstand. Vor einem Dreivierteljahr hatte sein Verein den Parkplatz von „Plus“ angefragt, weil dort Marktbeschicker und Besucher ihre Fahrzeuge abstellen sollten. „Wir haben erst diese Woche die anderen Plakate gesehen, da konnten wir aber nichts mehr machen.“ Etwa 200 Parkplätze fehlten dadurch.

Die rund 3000 Besucher genossen es trotzdem. Hier wie dort bestaunten sie alte Atlanten, Tafelsilber, Modern-Talking-Schallplatten und Venedig in Öl. Flanierten weiter zur Bahnhofshockete, wo über 60 fleißige Helfer des Musikvereins mehr als 1000 Mittagessen zubereitet hatten und man den Nachtisch aus einer imposanten Kuchenbäckerinnen-Leistungsschau auswählen konnte.

Vor der wild wabbelnden Hüpfburg kündeten Schuh-Berge von der Zahl der begeisterten Hüpfer. Und auf der Echazbrücke standen diejenigen, die beim erstmals organisierten Entenrennen investiert hatten, und warteten auf die quietschgelbe Plastikflotte. Mittendrin Bürgermeister Bernhard Knauss, der sich am guten Wetter und dem großen Zulauf der Gäste freute.

Sein einziger Kritikpunkt: „Es könnten, mit Verlaub, mehr Firmen beim verkaufsoffenen Sonntag mitmachen“, fand er und fotografierte dann, wie die gelben Schwimmtiere mit den Echaz-Strudeln kämpften. Außer Knoblich hatten auch die Designfabrik Hecht, die Firma Wein G.U.T und der Einhorn-Fabrikverkauf geöffnet. Überall im Ort kündeten Einkaufstüten von gelungenen Geschäften.

Familienerlebnistag mit Trittbrettfahrer und Verkehrschaos
Stöbern, shoppen, Sonne genießen beim Familienerlebnistag: Der Gewerbeverein hatte zum verkaufsoffenen Sonntag geladen. Der Musikverein bot einen Flohmarkt in der Bahnhofstraße und verköstigte die Gäste bei der Bahnhofshockete. Bild: Metz

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13.09.2010, 12:00 Uhr

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