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Fanforscher Lange: Stuttgart sollte Ausgliederung aufgeben
Der Sportwissenschaftler Harald Lange. Foto: David Ebener/Archiv dpa/lsw
Stuttgart

Fanforscher Lange: Stuttgart sollte Ausgliederung aufgeben

Der Sportwissenschaftler Harald Lange rät Zweitligist VfB Stuttgart dazu, die geplante Ausgliederung seiner Profifußballabteilung in eine Kapitalgesellschaft aufzugeben.

30.12.2016
  • dpa/lsw

Stuttgart. Fans hätten bei solchen Projekten Angst, «dass sie abgehängt werden und sich irgendwann nicht mehr mit ihrem Verein identifizieren können. Das kann individuell so hart empfunden werden wie das Scheitern in einer Beziehung», sagte der Direktor des Instituts für Fankultur in Würzburg und Frankfurt der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» (Freitag). Bei Teilen der VfB-Anhänger gibt es Widerstände gegen das Vorhaben des Vereins.

Fans seien die «Seele eines Vereins», meinte der Leiter des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Würzburg. Im Zweifel würden sie lieber absteigen als Mitbestimmungsrechte zu opfern. «Es reicht nicht, wenn Vereine argumentieren: Nach einer Ausgliederung haben wir mehr Geld. Fanbeteiligung ist unendlich wichtig», sagte Lange.

Der neue VfB-Präsident Wolfgang Dietrich will das Projekt der Ausgliederung der Profiabteilung vom Frühjahr an rasch vorantreiben, nachdem es durch den Bundesligaabstieg im Mai zwischenzeitlich in den Hintergrund geraten war. Durch den Einstieg von Investoren erhofft sich der Verein einen hohen zweistelligen Millionenbetrag und damit eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.

Lange glaubt, ein solches Vorhaben sei ein «klassischer Systemkonflikt». Einerseits müssten die Verantwortlichen ihren Verein als Wirtschaftsunternehmen sehen. Andererseits jedoch brauche der Fußballfan den Club als Ort seiner regionalen und ideellen Herkunft. «Bei den eingefleischten Fans steht die Orientierung diametral entgegengesetzt zu den Verantwortlichen, die den Verein führen.»

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30.12.2016, 14:04 Uhr | geändert: 30.12.2016, 12:21 Uhr

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