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Deutsche Bahn

Fast 80 Prozent sind pünktlich

Der Staatskonzern fährt wieder mit mehr Gewinn und weniger Verspätungen im Fernverkehr.

19.01.2017
  • DIETER KELLER

Berlin. Das Ziel war ehrgeizig: Mindestens 80 Prozent der Fernzüge der Deutschen Bahn sollten im vergangenen Jahr pünktlich ankommen, was bei ihr weniger als sechs Minuten Verspätung bedeutet, hatte sich Konzernchef Rüdiger Grube vorgenommen. Ganz hat er das nicht geschafft: Es waren nur 78,9 Prozent. Doch damit war die Bahn immerhin deutlich besser unterwegs als 2015, als es katastrophale 74,4 Prozent waren, sagte Grube bei einer ersten Jahresbilanz. In diesem Jahr hängt die Latte noch etwas höher: Da sollen 81 Prozent der Fernzüge pünktlich sein.

Auch beim Gewinn hat der Staatskonzern die Trendwende geschafft: Vor Zinsen und Steuern fiel er mit deutlich über 1,8 Mrd. EUR besser aus als geplant und als im Jahr zuvor. 2015 war die Bahn aufgrund von Sonderabschreibungen im Güterverkehr in die roten Zahlen gerutscht.

Seit 1. Januar bietet die Bahn auch in der 2. Klasse aller ICE kostenloses Wlan an, allerdings nur mit beschränkter Datenmenge. Das Zeugnis des Fahrgastverbands Pro Bahn fällt positiv aus, freut sich Grube. Ab Frühjahr sollen in diesem ICE-Portal zudem monatlich 60 Spielfilme und Serien zu sehen sein, eine Kooperation mit der Online-Videothek Maxdome. Dies sowie Wlan testet die Bahn auch im Nahverkehr. Zudem sollen bis Ende 2018 alle ICE-Wagen mit Signalverstärkern ausgestattet werden, um störungsfreies Telefonieren auch in Tunneln zu ermöglichen.

In die Digitalisierung investiert die Bahn in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 1 Mrd. EUR. Sie und ihre Wettbewerber können künftig ihre Trassen per Mausklick planen und buchen, was unter anderem mehr Züge auf dem Schienennetz möglich macht.

Die App DB Navigator zeigt neuerdings auch die richtige Wagenreihung an. Wenn die falsch ist, sorgt das regelmäßig für Ärger bei den Fahrgästen. Ab 1. April gibt es mit Stefan Stroh einen eigenen Koordinator für alle Digitalisierungsprojekte. Stroh arbeitete zuletzt beim Unternehmensberater PWC. Dieter Keller

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19.01.2017, 06:00 Uhr

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