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Fast & Furious 8

Fast & Furious 8

Im achten Teil der PS-starken Actionreihe wendet sich Anführer Dom (Vin Diesel) von seiner Gang ab und wechselt auf die kriminelle Seite.

Fast & Furious 8

The Fate of the Furious
USA 2017

Regie: F. Gary Gray
Mit: Vin Diesel, Dwayne Johnson, Charlize Theron

136 Min. - ab 12 Jahren

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15.02.2017
  • Matthias von Viereck, dpa

Ungebrochen ist im Kino der Glaube an Fortsetzungen. Das liegt nicht zuletzt an Erfolgsreihen wie der vor 16 Jahren gestarteten „Fast & Furious“-Serie. Der bisher letzte Teil kam 2015 in die Kinos, nun geht das Unternehmen rund um PS-starke Automobile und halsbrecherische Rennen in seine achte Runde.

In der Rolle des Dominic führt erneut Vin Diesel die Darstellergruppe um Dwayne Johnson, Jason Statham, Michelle Rodriguez, Tyrese Gibson, Ludacris und Kurt Russell an. Neu dabei sind die Oscarpreisträgerinnen Charlize Theron und Helen Mirren. Es fehlt der 2013 bei einem Unfall gestorbene einstige Star der Serie: Paul Walker.

Zur Eröffnung versetzt uns der Regisseur Gary Gray („Straight Outta Compton“) in ein buntes, von auffällig leicht bekleideten Frauen bevölkertes Havanna. Dominic und Letty (Rodriguez) verbringen in Kuba ihre Flitterwochen und wollen ihre Ruhe haben. Schon nach ein paar Minuten aber muss Dom unter Beweis stellen, dass er selbst am Steuer eines hinfälligen Oldtimers unschlagbar ist. Der folgende erste Auftritt Charlize Therons macht schnell klar, dass es nichts wird mit der Karibikidylle.

Theron spielt die eiskalte Computer-Terroristin Cipher, der es binnen kürzester Zeit gelingt, Dom in eine dunkle Verschwörung hineinzuziehen. Nicht nur, dass Dom eine erschütterte Letty zurücklässt, er ist auch gewillt, sich mit seiner alten Crew rund um den von Dwayne Johnson verkörperten Hobbs anzulegen. Was folgt, ist ein wilder Wettlauf, bei dem es Dominic und Co. über Berlin und New York bis ins eisige Russland verschlägt.

Filmreihen wie diese sehen sich des Öfteren dem Vorwurf ausgesetzt, sie zelebrierten Action ohne Sinn und Verstand, ohne Witz und Ironie. Auch im achten Teil der „Fast & Furious“ -Serie geht es ordentlich zur Sache. Es wird gekämpft und gerast, die Dialoge sind oft flach. Ähnlich wie die musikalische Flankier ung ist auch der Humor oft uninspiriert.

Doch gibt es auch wirklich lustige Momente, darunter die wenigen Leinwandminuten, die der wunderbaren Helen Mirren („Die Queen“) zugestanden werden. Mit ihren feuerroten Lippen und ihrem (freilich nur in der Originalversion zu genießenden) britischen Akzent sorgt die Grand Dame für Stimmung. Auch der Kinoveteran Kurt Russell („Die Klapperschlange“) ist für ein paar Lacher gut.

Wie ein Kommentar zur aktuellen Diskussion rund um autonomes Fahren und führerlose Automobile wirkt eine fabelhafte Sequenz in New York, in der Hunderte von Fahrzeugen ein hochgefährliches Eigenleben entwickeln. Am Ende fallen die Autos wie Regentropfen gen Asphalt. Alles in allem handelt es sich um ein solides und recht geradlinig erzähltes Action-Werk. Klischeehaft wirkt allerdings, dass der unvermeidliche Endkampf rund um eine russische Militärbasis ausgetragen wird – was auf unangenehme Art an Action- Filme der 1980er Jahre und deren Kalte-Kriegs-Rhetorik erinnert.

Geehrt fühlen dürfen sich die deutschen Fans der Erfolgsreihe. Nicht nur, dass der Film Anfang April auf dem Potsdamer Platz in Berlin seine Premiere feiern durfte, er kommt hier auch zwei Tage vor US-Start in die Kinos.

Auch im achten Teil stehen schnelle Autos im Mittelpunkt. Ruhe ist den Helden nicht gegönnt, besonders tiefgründig geht es naturgemäß nicht zu.

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15.02.2017, 10:11 Uhr

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