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Wilder Westen

(Fast) alles klar in Deadwood City

Das Wetter spielte beim zweiten Western-Treffen im unteren Talheim nur am Samstag mit, dennoch wird es 2017 ein weiteres Western-Camp geben.

04.10.2016
  • Willy Bernhardt

Mit dem Wetter-Gott waren die Cowboys vom traditionsreichen Talheimer Schützenverein „Tell“ nur bis zum Samstag im Bunde. Während von Montag an, als bereits die ersten Western-Fans aus dem süddeutschen Raum ins untere Tal der Steinach anreisten, das Wetter mitspielte, wurde es ab Samstagabend die ganze Nacht hindurch ob des Dauerregens über der schmucken und für ein Wochenende in ein Western-Camp umgestalteten Schützenhaus-Anlage ungemütlich. Es goss bis morgens um 6.30 Uhr, doch die Stimmung hellte sich mit der Sonne zur Freude der Macher um Schützen-Chef und Sheriff Rainer „Quickly“ Woske am Sonntag um die Mittagszeit wieder auf.

2017 noch mehr Uniformierte

Insgesamt waren es rund 100 Uniformierte – vorwiegend aus dem wilden Süden der Vereinigten Staaten und vor allem auch aus South Dakota, wo das legendäre Deadwood City seine Heimat hat–, die es mit Sack und Pack zu diesem zweiten Talheimer Western-Treffen gezogen hat.

Und es sollen bei der dritten Auflage im kommenden Jahr noch bis zu 50 mehr werden, frohlockte „Quickly“. So habe sich schon eine Gruppe angesagt, die ihr traditioneller Jahresausflug 2017 ins untere Steinachtal führen soll. „Es spricht sich in der Zwischenzeit in der Western-Szene herum, dass sich da bei uns in Talheim etwas tut“, sagt der „Sheriff“ nicht ganz ohne Stolz.

Die junge Western-Abteilung innerhalb des „Tell“ habe durch ihre Arbeit überzeugt, zollt „Quickly“ größtes Lob seinem Team. Denn es dürfte nicht nur die gute Organisation durch den Schützenverein sein, die immer mehr auswärtige „Hobbyisten“ (damit sind Leute in Original-Western-Montur gemeint) anzieht, sondern auch das abwechslungsreiche Programm. Besonders freuten sich „Quickly“ und seine Cowboys auch darüber, dass am Samstagabend zu fortgeschrittener Stunde und trotz des Dauerregens diverse Besucher aus Talheim und sogar aus Horb den „GEM-Saloon“ aufgesucht haben.

Wettbewerb Western-Schießen

Doch es war nicht nur der Saloon, der die knapp 400 Besucher übers Wochenende anlockte (zum Auftakt waren es rund 500 Besucher), sondern auch das erstmals aufgebaute „Fort Foster“ von Floridas „6th Infantry Regiment“, das Zelt- und Hüttenlager, die Nass-Zellen aus der Original-Cowboy-Zeit und nicht zuletzt die Möglichkeiten, sich auch in Sachen Western-Schießen zu beweisen.

Beim publikumsträchtigsten Wettbewerb, dem „CAS“ (Cowboy-Action-Shooting) gewann Andreas Traub aus Friedrichshafen als Bester der 14 Teilnehmer. Das „Unterhebel-Duell“ auf 25 Meter entschied Europameisterin Gabriele Jöst aus Friedrichshafen für sich. Aus dem „Unterhebel-Repetiergewehr“-Wettbewerb auf 50 Meter ging Roland Wildermuth vom Schluchsee als Sieger hervor und den Vorderlader-Wettbewerb auf ebenfalls 50 Meter gewann Achim Trischler aus Böhmenkirch. Ein lebendes Ferkel durfte indessen Robert Bassimir aus Ostrach mit in den Linzgau nehmen, denn er ging als Sieger aus dem „Quickly-Schießen“ hervor, bei dem auf einen Eimer gezielt werden musste. Der Talheimer Cowboy „Django“ regte an, für Frauen ein Schießen mit Kaliber 22 anzusetzen. Hingucker waren die in Original-Western-Kluft erschienenen Frauen aus Haiterbach, die im Verlauf des Wochenendes auch noch ihre Künste in Sachen Line-Dance zum Besten gaben.

Verdrehte Hinweisschilder

Die Country- & Westernband „4 Potatoes“ musste kurzfristig absagen. Doch Woske und sein Team, in dem auch seine Vorgängerin Kornelia Pfeffer eine bedeutsame Rolle spielte, erwiesen sich als Meister in Sachen Improvisation. So gestaltete Anton Hauber aus Bregenz als „St. Anton“ den Abend im Festzelt.

Dieses war auch am Sonntagvormittag beim ökumenischen Gottesdienst gut besucht. Zu diesem hatte Kirchengemeinderats-vorsitzender Martin Palmer eingeladen und in seiner Predigt ging Referend Thomas Berger aufs Leben und die Stadt Deadwood City ein. Umrahmt wurde der Gottesdienst von Diakonin Ricarda Vallon an der Gitarre, die für „Country Roads“ von John Denver Applaus erntete.

In seiner Fest-Bilanz monierte „Quickly“ Woske, dass in der Nacht zum Samstag viele Hinweisschilder von Unbekannten entfernt und teilweise in andere Richtungen hin weisend aufgestellt wurden. „Da soll es dann um eine Flasche Sekt gehen.“

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04.10.2016, 01:00 Uhr

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