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Atlanta

Fehlbildungen durch Zika-Virus jetzt bewiesen

US-Forscher haben zweifelsfrei nachgewiesen, dass das Zika-Virus zu Missbildungen bei Babys führen kann.

15.04.2016
  • EPD

Atlanta. "Es ist nun klar, dass das Virus Mikrozephalie verursacht", sagte Tom Frieden, der Leiter der US-Seuchenbehörde CDC, zu einer gestern veröffentlichten Studie. Mikrozephalie ist eine schwere Schädel-Anomalie bei Neugeborenen, die nach einer Zika-Infektion der Schwangeren auftreten kann. Nach Ausbruch einer Zika-Epidemie in Brasilien und der Verbreitung des Virus in Lateinamerika hat die Weltgesundheitsorganisation Anfang Februar den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen.

Die Untersuchung markiere einen Wendepunkt im Umgang mit dem Erreger, betonte Frieden. Bisher bestand lediglich der Verdacht eines Zusammenhangs zwischen einer Infektion der Mutter mit dem Virus und einer Mikrozephalie des Babys. Auch andere schwere Fehlbildungen des Gehirns beim Fötus sind der Studie zufolge auf die Infektion zurückzuführen. In Brasilien wurden seit Ende Oktober mehr als 400 Mikrozephalie-Fälle gemeldet. Fast 200 Babys sollen daran gestorben sein. Die Wissenschaftler fordern weitere Studien, um herauszufinden, ob Zika bei Schwangeren noch weitere Gehirn- und Entwicklungsschäden bei Neugeborenen auslöst.Info Bei 37 Menschen in Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) seit Herbst 2015 eine Infektion mit dem Zika-Virus registriert worden. In allen Fällen handele es sich um Reise-Rückkehrer. "Nach unserer Kenntnis ist keine Schwangere darunter", sagte RKI-Pressesprecherin Susanne Glasmacher gestern in Berlin. Die tatsächliche Zahl der Infektionen könnte aber höher liegen; es gebe noch keine Meldepflicht.

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15.04.2016, 06:00 Uhr

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