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Fehlerhafte Akkus sind schuld
Samsung Galaxy Note 7: Einstiges Premiumprodukt. Foto: DPA
Galaxy Note 7

Fehlerhafte Akkus sind schuld

Nach langen Untersuchungen nimmt Samsung jetzt Stellung zu seinen brennenden Smartphones.

24.01.2017
  • DPA

Seoul. Eine schlechtere Werbung kann ein Unternehmen wohl nicht haben. Obwohl das südkoreanische Unternehmen Samsung sein einstiges Premium Smartphone schon vor Monaten vom Markt genommen und 96 Prozent der rund 3 Mio. verkauften Geräte eingesammelt und die Verbraucher entschädigt hat, findet sich weltweit fast an jedem Flughafen und in vielen Flugzeugen Hinweisschilder wie: Samsungs Galaxy Note 7 sind wegen Brandgefahr an Bord nicht erlaubt.

Die Konzernspitze führt die Explosionsgefahr bei seinem Galaxy Note 7 auf Design- und Produktionsfehler bei den Akkus zurück. Sie hätten Kurzschlüsse ausgelöst. Seit vergangenem Oktober hätten fast 700 Experten Ursachenforschung betrieben und mehr als 30 000 Batterien getestet, betonte der Chef der Samsung-Smartphone-Sparte, Koh Dong Jin. Er sprach von „unserem Versagen“ und entschuldigte sich.

Unabhängige Experten bestätigten die Erkenntnisse der Samsung-Ingenieure. Kevin White von Exponent sagte, der erste Akku habe eine verzogene Ecke gehabt, so dass er nicht exakt ins Smartphone passte und Kurzschlüsse verursachte. Beim zweiten Akku seien fehlerhafte Schweißnähte die Ursache für die Probleme gewesen.

Das Note 7 sollte in Konkurrenz mit Apples iPhone 7 treten. Vorwürfe, Samsung habe sein neues Gerät allzu voreilig auf den Markt gebracht, um Apple mit dem neuen iPhone 7 zuvorzukommen, wies Samsungs Smartphone-Chef Koh aber zurück.

Das Brand-Debakel bescherte Samsung zufolge dem Konzern einen Verlust von rund 5,3 Mrd. US-Dollar (4,9 Mrd. EUR).

Doch auch mit dem Nachfolgemodell scheint es Probleme zu geben. Das S8 wird nicht, wie Samsung das sonst in den vergangenen Jahren gehandhabt hat, zu Beginn der Branchenmesse am 27. Februar in Barcelona vorgestellt, sondern soll erst im April oder gar erst im Mai auf den Markt kommen. Einen Grund nannte Koh nicht. Felix Lee und dpa

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24.01.2017, 06:00 Uhr

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