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Feine Küche statt Massengastronomie
Marco Gast mit Sabrina Brenner servieren zum Beispiel gefüllte Wachtel. Foto: Ferdinando Iannone
Gastro-Tipp

Feine Küche statt Massengastronomie

Nach zehn Jahren in der Staatsgalerie haben Sabrina Brenner und Marco Gast ihr eigenes Lokal eröffnet.

29.03.2018
  • RAINER LANG

Stuttgart. Geduldig erläutert Sabrina Brenner am Telefon einer Interessentin, welche Menüs für ihre Geburtstagsfeier infrage kommen würden. Der Gastronomin macht es sichtlich Spaß, so ein Fest auszurichten. In ihrem Restaurant, dem „Brenner“ im Bohnenviertel, setzt die 43-Jährige auf eine familiäre Atmosphäre. Ende 2017 hat sie das Lokal gemeinsam mit ihrem Partner Marco Gast eröffnet. Drinnen gibt es gerade einmal 24 Plätze und weitere 40 draußen.

Zuvor betrieb das Paar die Gastronomie in der Stuttgarter Staatsgalerie. Im „Gast“ war mit rund 80 Plätzen jedoch eher Großbetrieb angesagt: schnelles Essen tagsüber für die Museumsgäste, dazu viel Kaffee und Kuchen. „Nach zehn Jahren wollten wir uns verkleinern und den Fokus auf gute Küche legen“, erzählt Sabrina Brenner. „Deshalb haben wir uns Zeit gelassen, etwas zu finden, was zu uns passt“, fügt sie hinzu. „Restaurant und Feines“ steht im Namenszug und verdeutlicht den Anspruch der Gastronomen.

Vom Ringer zum Koch

Ein halbes Jahr hat es vom Rückzug aus der Staatsgalerie bis zur Neueröffnung gedauert. Den Stil der Küche beschreibt Marco Gast als frisch und international mit schwäbischen, asiatischen oder mediterranen Akzenten. „Mein Herz schlägt für die kreative und gehobene Küche. Das war früher höchstens einmal abends umsetzbar“, erklärt der Küchenchef. Nach einer Karriere als Leistungssportler im Ringen erfüllte sich der 44-Jährige einen Traum, machte eine Ausbildung zum Koch mit Stationen in Augsburg und Stuttgart.

Brenner und Gast ergänzen sich in idealer Weise. Sie ist mit ihren Erfahrungen in Marketing und Werbung für die Events verantwortlich, er für die Kreationen in der Küche. Die regelmäßig wechselnde Karte ist mit vier Vor- und vier Hauptspeisen, einem Dessert und einer Käseplatte klein und überschaubar. Darauf findet sich beispielsweise Rindertartar (16,50 Euro), geschmorte Kaninchenkeule (23,50) oder bretonischer Oktopus. Auf Anfrage werden auch persönliche Wünsche erfüllt. An Wochentagen wird zwischen 11.30 und 15 Uhr ein Mittagstisch um die zehn Euro angeboten.

Nach den ersten Monaten ziehen die Gastgeber eine durchweg positive Bilanz. „Das war genau die richtige Entscheidung“, sagt Sabrina Brenner bekräftigend und blickt sich zufrieden in ihrem Gastraum um. Rainer Lang

Info www.brenner-stuttgart.com

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29.03.2018, 06:00 Uhr

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