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München

Ferkelkastration: Bauern wollen örtliche Betäubung

In der Debatte um die schmerzfreie Kastration von Ferkeln lehnen die Bauern eine Vollnarkose der Tiere ab.

13.01.2017

Von dpa/lby

Ferkel. Foto: Jens Büttner/Archiv dpa/lby

München. Der Bayerische und der Baden-Württembergische Bauernverband, aber auch der Fleischerverband Bayern sehen die Lösung in der lokalen Betäubung. Sie forderten am Freitag in München die Zulassung von Wirkstoffen, die bereits bei Menschen, Hunden, Katzen und Pferden eingesetzt werden. Bis zur gesetzlichen Neuregelung 2019 müsse verstärkt geforscht werden, um Alternativen zu finden. Dann dürfen Ferkel nicht mehr ohne Betäubung kastriert werden.

Eine Vollnarkose sei ein «Bärendienst» für den Tierschutz, denn sie belaste die wenige Tage alten Tiere extrem, sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl. Zudem stelle sie erhebliche Zusatzkosten für die Bauern dar, da sie nur ein Tierarzt vornehmen darf. Das würde besonders kleine und mittlere Betriebe an den Rand der Existenz bringen. «Uns ist wichtig, dass wir eine Lösung finden, die sowohl dem Verbraucher und der Fleischqualität als auch dem Tierschutz und der Landwirtschaft gerecht werden kann.» Seit Jahrhunderten werden Ferkel kastriert, da das Fleisch sonst unangenehm riechen kann.

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Erstellt:
13. Januar 2017, 12:57 Uhr
Aktualisiert:
13. Januar 2017, 12:21 Uhr
zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2017, 12:21 Uhr

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