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Achtung, giftige Natronlauge

Feuerwehr und DRK simulierten am Wochenende einen Zugunfall

Zwei kollidierte Züge, mehrere Verletzte, austretende Natronlauge – Feuerwehr und DRK probten am Samstagvormittag den Ernstfall.

12.10.2014
  • Fabian Renz

Tübingen. 80 Männer und Frauen in orangenen Leibchen, blauen Uniformen oder knallgelben Schutzanzügen wuselten am Samstagvormittag über die Verladestraße der Deutschen Bahn in der Eisenbahnstraße. Bei leichtem Regen mussten Rettungskräfte von Feuerwehr und DRK dort einen eingeklemmten Lokführer befreien, zehn verletzte Personen versorgen und ausgetretenes Gefahrgut sichern – glücklicherweise nur zur Übung.

Die imaginäre Ausgangssituation beschrieb Thomas Löhr von der Tübinger Feuerwehr so: „Ein Triebwagen der Deutschen Bahn ist aus welchem Grund auch immer auf einem falschen Gleis gelandet und dort mit einem Güterzug kollidiert.“ Und es kam noch schlimmer: Der Güterzug hatte giftige Natronlauge geladen, die nun austrat. „Das ist ein echt schwäbisches Szenario: Das Gefahrgut ist nämlich Brezellauge“, sagte die Erste Bürgermeisterin Christine Arbogast, die die Übung verfolgte und wusste, dass Natronlauge auch als Brezellauge bezeichnet wird.

Die Einsatzleiter, die als erstes am Unfallort eintrafen, machten sich zunächst ein Bild von der Situation. Die anrückenden Feuerwehrleute befreiten anschließend den eingeklemmten Lokführer und trugen ihn ebenso wie alle anderen Personen im Zug (gespielt von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr) aus dem Waggon und an eine Verletztensammelstelle. Dort übernahmen die Helfer des Roten Kreuzes die Verletzten und versorgten sie.

Feuerwehr und DRK simulierten am Wochenende einen Zugunfall
Auch imaginäre Natronlauge will weggespült werden – Experten der Feuerwehr bei der samstäglichen Übung. Bild: Renz

Nach der Menschenrettung, die „absolute Priorität“ habe, so Löhr, kam die Sicherung des Gefahrguts an die Reihe: In dicke Schutzanzüge verpackte Experten füllten die austretende Lauge in andere Behälter, um sie so zu sichern.

Etwas mehr als eine Stunde lang konnten die Schaulustigen verfolgen, wie die Räder der Rettungsmaschinerie ineinandergriffen – am Ende waren alle Beteiligten mit dem Ablauf der Übung mehr als zufrieden. Neben Feuerwehr und DRK waren auch Notfallmanager der Deutschen Bahn sowie Landes- und Bundespolizisten dabei.

Zum Abschluss zeigten Mitarbeiter der Bahn noch, wie sie im Ernstfall einen Zug anheben würden, wenn das nötig wäre. Im Szenario der Übung war das nicht der Fall, weil es zu umständlich gewesen wäre: Der Zug musste abends wieder ganz regulär fahren.

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12.10.2014, 12:00 Uhr

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